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am 11. Dezember 2016

Wo Vorarlberg draufsteht, muss auch Vorarlberg drin sein: Umfassende Kennzeichnung jetzt!

Nina Tomaselli, Daniel Zadra - Grüne fordern restlose Aufklärung der Vorwürfe zu Kundentäuschung und widersinnigen Schweinetransporte

"Die von VGT und Wann&Wo aufgedeckten Machenschaften rund um die Schweinetransporte sind in doppelter Weise skandalös. Zum Zwecke der scheinbaren KonsumentInnentäuschung werden sinnlose Tiertransporte in Kauf genommen“, nehmen die grünen Landtagsabgeordneten Nina Tomaselli und Daniel Zadra Stellung zu den kürzlich veröffentlichten unsauberen Geschäfte. „Hier braucht es scharfe Konsequenzen, denn solche Dinge schädigen das Vertrauen in die heimische Landwirtschaft!“

Die Transportvorschriften für Tiere seien klar und unmissverständlich, hier heißt es die Beförderungsdauer ist so kurz wie möglich zu halten und die Versorgung mit Wasser und Futter muss in angemessenen Zeitabständen gewährleistet sein.

„Die nun veröffentlichten Bilddokumente zeigen das Gegenteil. Hier wird das Leid von Tieren unnötig verlängert und in Kauf genommen. Das ist aufzuklären, abzustellen und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“ bringt es die grüne Tierschutzsprecherin Nina Tomaselli auf den Punkt.

„Wenn Fleisch aus solchen Transporten dann noch angeblich als Vorarlberger Fleisch verkauft wird, dann ist das eine List gegenüber den Konsumenten, die keinesfalls zu akzeptieren ist. Es braucht eine lückenlose Aufklärung und die richtigen Lehren müssen gezogen werden“, erläutert Landwirtschaftssprecher Zadra.

Der vorliegende Artikel sei wiederum ein Beispiel, dass man mit privaten Initiativen und freiwilligen Siegeln an Grenzen stoße. Damit KonsumentInnen ihre Kaufentscheidung auf tatsächlichen Fakten treffen können, brauche es eine umfassende Kennzeichnung von frischem und verarbeitetem Fleisch was Herkunft und Haltungsform der Tiere anbelangt.

„Bei den Eiern funktioniert dieses System der transparenten Kennzeichnung seit über zehn Jahren tadellos. Langfristig können wir nur so das Vertrauen der Menschen in landwirtschaftliche Produkte gewähren, die Erzeuger von qualitativ hochwertigen Produkte belohnen und die Haltungsbedingungen für die Tiere verbessern“, so Tomaselli und Zadra abschließend.