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am 16. März

Geplante Aushubdeponie gefährdet Naturjuwel am Bürserberg

Christoph Metzler - Metzler will Hochplateau Tschengla vor wirtschaftlichen Einzelinteressen schützen

Wie aus einer Kundmachung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz hervorgeht, plant ein Transportunternehmen aus Brand eine 6.000 Quadratmeter große Bodenaushubdeponie direkt beim Wanderparkplatz Tschengla am Bürserberg. „Das Hochplateau Tschengla ist ein Naturjuwel. Die einzigartige Landschaft mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ist bei Einheimischen wie Tourist:innen gleichermaßen beliebt. Auf der geplanten Deponiefläche befindet sich das sogenannte Toteisloch auf der Dunza, das laut Biotopinventar der Gemeinde Bürserberg höchst schützenswert ist“, zeigt sich der Umweltsprecher der Grünen, Christoph Metzler, alarmiert und wendet sich mit einer Anfrage an Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Mit dieser Deponie würde das Brandner Transportunternehmen das Biotop im wahrsten Sinne des Wortes auslöschen. „Eine Deponie im 1.200 Meter gelegenen Flachmoor zerstört diese einzigartige Landschaftsform und die Vegetation nicht nur für die Dauer des Deponiebetriebs, sondern für immer“, weist Metzler auf die unwiderrufliche Zerstörung der Natur hin.

Hochplateau Tschengla vor Eingriffen schützen

Der Grüne Umweltsprecher will das Gebiet der Tschenlga vor immer mehr Hotel- und Ferienwohnanlagen und wirtschaftlichen Einzelinteressen schützen. „Wie der aktuelle Anlassfall zeigt, ist es höchste Zeit, dass das Land der Empfehlung des Biotopinventars folgt und das Toteisloch auf der Dunza rechtlich schützt“, verweist Metzler auf die Paragraphen 28 („Naturdenkmale“) und 29 („Örtlicher Naturschutz“) des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung.

Laut Kundmachung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz findet die Verhandlung für die naturschutzrechtliche Bewilligung und die abfallwirtschaftliche Genehmigung am 23. März 2021 statt. Der Grüne Umweltsprecher geht davon aus, dass Land und Gemeinde den Deponieplänen einen Riegel vorschieben und ein klares Zeichen für den Landschafts- und Naturschutz setzen. „Alles andere wäre eine Bankrotterklärung und Kapitulation vor wirtschaftlichen Interessen“, so Metzler abschließend.

Biotopinventar Bürserberg