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am 12. Februar

Ja zu Entlastung! Nein zu Shoppingverkehr bei Einkaufszentren!

Daniel Zadra, Nina Tomaselli - Ortszentren schützen statt Verkehrsstaubsauger am Ortsrand zulassen

„Immer mehr Shoppingverkehr ist für die VorarlbergerInnen nicht mehr zumutbar. Eine EKZ-freundliche Politik im verkehrsgeplagten Vorarlberg ist absurd“, so die grüne Raumplanungssprecherin Nina Tomaselli im Rahmen einer Pressekonferenz. Landtagsabgeordneter Daniel Zadra ergänzt: „Das Kirchturmdenken in den Vorarlberger Gemeindestuben hat uns in diese Situation gebracht. Immer mehr Verkehr wird in Kauf genommen für den vermeintlichen Goldesel Einkaufszentrum auf der grünen Wiese. Damit muss Schluss sein“.

„Zahlreiche Studien belegen, dass durch Einkaufparks und charmelose Fachmarktzeilen am Ortsrand Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung entsteht. Einkaufszentren waren und sind Verkehrsmagneten“, erläutert Tomaselli. „Durch kluge Raumplanung kann man diese Belastungen eindämmen.“

In Vorarlberg gebe es mit 529.150 Quadratmetern mehr als genug Verkaufsflächen. Damit gehöre man im Rheintal zu den mitteleuropäischen Spitzenreitern. 70 Prozent der Verkaufsfläche befänden sich außerhalb der Ortszentren. „Diese Handelsflächenkonzentration ist viel zu hoch. Das Maß der Verträglichen ist längst überschritten“, ist sich die grüne Landtagsabgeordnete sicher.

Der Lustenauer Daniel Zadra ergänzt: „IKEA ist im verkehrsgeplagten Lustenau deplatziert. Tausende Autos täglich mehr in der ganzen Region. Das ist nicht Vision Rheintal sondern Visionslos Rheintal.“ Nichts würde das besser ausdrücken als die Stellungnahmen der MG Lustenau zur Messeparkerweiterung und die der Stadt Dornbirn zu IKEA. „Lustenau kritisiert die Autos vom Messepark. Dornbirn findet die Autos von IKEA schlecht. Vermeiden will man also nur die Autos der anderen“, gibt Zadra sich amüsiert über die verkürzte Betrachtung.

Um die Ortszentren zu schützen und Chancengleichheit zwischen dem kleinstrukturierten Einzelhandel und Einkaufszentren am Ortsrand zu schaffen und eine Verkehrsentlastung zu erreichen, legte Tomaselli die grünen Forderungen dar.

1. Parkraumbewirtschaftung auch für Einkaufzentren!

2. Realistische und verbindliche Verkehrsgutachten!

3. Rückwidmung aller ungenutzten EKZ-Flächen. Das sind 75.000 Quadratmeter in Vorarlberg.

4. Ein konsequenter Stopp für alle Einkaufparks in der Peripherie!

„Wir möchten nicht missverstanden werden. Einkaufzentren haben in der heutigen Zeit durchaus ihre Berechtigung. Aber was wir brauchen ist die Vielfalt in der Nähe. Und dafür steht der kleinstrukturierte Einzelhandel“, so Tomaselli und Zadra abschließend.

Weitere Informationen erhalten Sie in der angehängten parlamentarischen Anfrage.​


Nina und Daniel Messepark