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am 17. Dezember 2018

Klimapolitik kommt nicht richtig vom Fleck!

Adi Gross - Umweltministerin Köstinger muss beim Klimaschutz nachlegen

„Das was jetzt vorliegt, reicht nicht aus, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen!“, reagiert der Grüne Klubobmann Adi Gross auf die gestern zu Ende gegangene UN-Klimakonferenz in Katowice. Es wäre katastrophal, wenn das Ziel des Pariser Abkommens nicht erreicht werde. „Es ist ein wichtiger Schritt, dass ein Regelwerk zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris verabschiedet wurde. Aber vieles ist noch offen und zu unambitioniert“, betont Gross.

„Die Bundesregierung ist in der Pflicht, endlich Nägel mit Köpfen machen. Österreich muss ein klares Konzept vorlegen, wie die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen sind“, fordert Gross Umweltministerin Köstinger auf, sich in der EU für eine Nachjustierung der Ziele bis 2030 stark zu machen. Sonst könne die so dringend einzuhaltende Grenze von 1,5 Grad nicht mehr erreicht werden.

Ebenfalls nicht verbindlich geklärt seien die Finanzierungshilfen für Entwicklungsländer, um Klimaschutzmaßnahmen zu treffen und mit den Klimafolgen umzugehen. „Sie haben am wenigsten zur Erhitzung des Klimas beigetragen, sind aber am stärksten betroffen. Versprochen wurden 100 Milliarden US Dollar, davon sind wir noch weit entfernt“, kritisiert Gross. Eine Regelung sei dringend notwendig, um auch Fluchtursachen zu vermeiden.

„Österreich ist in Europa ein Schlusslicht im Klimaschutz. Ministerin Köstinger hat bei der Klimakonferenz zugesichert, höhere Ambitionen zu zeigen. Sie muss nun auch beweisen, dass sie es ernst meint“, appelliert Gross. Für eine glaubwürdige Umweltpolitik müsse jetzt gehandelt werden. „Wir dürfen keinen verbrannten Planeten als Lebensgrundlage für die nächsten Generationen hinterlassen. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig!“, schließt Gross.​