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am 6. September

Mehr Tempo beim Klimaschutz!

Adi Gross - Wen dieser Hitzesommer kaltgelassen hat, lebt auf einem anderen Planeten

Mehr Tempo beim Klimaschutz wollen die Grünen mit einer aktuellen Anfrage zum Dürresommer 2018 bewirken. „Wir alle haben es in den vergangenen Wochen spüren können: Die Klimakrise hat uns voll im Griff. Wen der heurige Hitzesommer kalt gelassen hat, und den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen hat, lebt auf einem anderen Planeten“, so der Grüne Klubobmann Adi Gross.

Die schwarz-blaue Bundesregierung habe die Hitzetage jedenfalls vollkommen verschlafen und kein einziges Signal für einen verstärkten Klimaschutz gesetzt. „Im Gegenteil – sie war mehr damit beschäftigt, völlig überflüssige Maßnahmen zu setzen, die unser Klima noch mehr kaputt machen“, so Gross in Anspielung auf die von Verkehrsminister Hofer vollzogene Erhöhung des Tempolimits auf 140 km/h auf den Autobahnen.

Gross fordert deutliche Akzente von Seiten der Bundesregierung. „Wir brauchen endlich eine Umsteuerung. Schädliche Emissionen müssen stärker besteuert, gleichzeitig Lohnnebenkosten gesenkt werden. Damit schützen wir nicht nur das Klima, alle Menschen hätten mehr Geld in der Tasche“, so Gross. Es sei außerdem höchst an der Zeit, die jährlich bis zu 4 Milliarden Euro an klima- und umweltschädlichen Subventionen zu stoppen und stattdessen in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, in E-Mobilität, in Gebäudesanierungen zu investieren.

Vorarlberg sei, was Klimaschutzmaßnahmen anbelangt, wesentlich davon abhängig, welche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Bund setzt. Aber auch hierzulande müssen die Anstrengungen bei Klimaschutzmaßnahmen intensiviert werden. „Wir konnten durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger und des Öffentlichen Verkehrs bereits einiges erreichen. Wir müssen aber gleichzeitig der Tatsache ins Auge sehen, dass die schädlichen Emissionen durch den Verkehr in den letzten Jahren massiv gestiegen sind. Es braucht daher mehr Mut bei der Verkehrspolitik“, so Gross.

Gross fordert ein Umdenken bei der Gestaltung des Verkehrs und des Öffentlichen Raumes. Die Menschen und ihre Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen. Das heißt: mehr Grünflächen, Fußgänger- und Begegnungszonen, eine gute Nahversorgung, sodass man das Auto stehen lassen kann, gute Verbindungen mit Bus und Bahn und sichere Rad- und Fußwege. „Klimaschutz bedeutet mehr als die Rettung des Planeten. Klimaschutz heißt Lebensqualität für alle“, schließt Gross.

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