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am 21. Mai

Naturschutz braucht eine starke Stimme!

Adi Gross - Mitsprache-Rechte für NGOs bei Umweltverfahren sorgen für eine faire Interessenabwägung

„Umweltschutzorganisationen müssen von Anfang an in Verfahren und Projekte, die sich auf die Natur auswirken, eingebunden werden. Das sorgt nicht nur für eine faire Interessenabwägung, sondern auch dafür, dass die Verfahren planbarer und effektiver werden, sowie mehr Rechtssicherheit gewährleistet wird“, unterstützt Gross den Vorstoß des Naturschutzbundes, ihr Mitwirkungsrecht beim Speichersee am Schwarzköpfle beim Landesverwaltungsgericht einzuklagen. 

Sachlich ist für die Grünen der Speichersee ein schmerzlicher und inakzeptabler Eingriff in die Natur. „Dieses Großprojekt wird eine tiefgreifende Wunde in einer sensiblen Hochgebirgslandschaft hinterlassen. Es gilt zu erkennen, dass irgendwann genug ist!“, so Gross. Mit fortschreitendem Klimawandel sei es zudem notwendig, touristische Alternativen im Sinne einer ökologisch nachhaltigeren Ausrichtung zu entwickeln, damit das Montafon auch in Zukunft ein Tal mit wirtschaftlichen Perspektiven ist. 

Gross fordert die Bundesregierung und die Vorarlberger Landesregierung auf, das entsprechende von der EU getroffene Übereinkommen, die sogenannte "Aarhus Konvention", die Umweltschutzorganisationen bei größeren, umweltrechtlich relevanten Projekten ein Mitspracherecht einräumt, endlich umzusetzen. „Der Naturschutz braucht in Verfahren von Anfang an eine starke Stimme. Denn der Druck auf sensible Naturräume vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Interessen wird immer größer. Da ist es notwendig, von Anfang an alle an einem Tisch zu haben“, schließt Gross.​