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am 15. März

Raumplanung, Wirtschaftsinteressen & Naturschutz

Johannes Rauch - Panikmache unangebracht - Praxis zeigt völlig anderes Bild!

„Die Aufregung rund um das Memorandum des Naturschutzrates zur Erhaltung von Natur und Landschaft von Seiten der Industrie und des Wirtschaftslandesrates hält einem Faktencheck nicht stand und ist daher als unangebracht zurückzuweisen“, so Umweltlandesrat Johannes Rauch zu den harschen Reaktionen. Die Entscheidungspraxis der letzten Jahre zeige: kein Grund zur Panik!


Große Betriebserweiterungen, touristische und energiewirtschaftliche Projekte, Ausweisung von Betriebsgebieten auch in der Grünzone sind allesamt genehmigt worden, etliche davon mit Zustimmung der Grünen. Wo dies nicht der Fall war und es darum ging, zu entscheiden, ob „das überwiegend öffentliche Interesse“, wie es im Gesetz heißt, pro Wirtschaft oder pro Natur und Landschaft auszulegen war, ist das Ergebnis eindeutig, wie die aussagekräftige Auflistung im Anhang zeigt. Conclusio: „Mir ist in Vorarlberg kein Fall bekannt, bei dem ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt wegen des Naturschutzes verhindert worden ist.“ sagt der Umweltlandesrat.


„Die Grünzone ist die grüne Lunge des Landes, eine intakte Natur und Landschaft die Basis für nachhaltigen Tourismus. Wir sind gut beraten, sehr sorgsam damit umzugehen, damit künftige Generationen auch noch Grundlagen für ein gutes Leben vorfinden. Im vielstimmigen Chor der unterschiedlichen und gegensätzlichen Nutzungsinteressen hat es der Naturschutz ohnehin schwer, sich Gehör zu verschaffen. Man sollte daher nicht entgegen aller realen Fakten und Entscheidungen jene prügeln, die Kraft ihres Auftrages, den der Gesetzgeber ihnen zuschreibt, die Anwaltschaft für Natur und Landschaft wahrnehmen“, so Johannes Rauch abschließend.