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am 27. Februar

Idealer Standort für Lkw-Kontrollstelle in Lustenau

Daniel Zadra, Christine Bösch-Vetter - Grüner Vorstoß für mehr Verkehrssicherheit

In ganz Vorarlberg gibt es derzeit nur einen einzigen Verkehrskontrollplatz, auf dem ASFINAG, Polizei und Zoll passierende Lkw auf technische Mängel, Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung oder Gewichtsüberschreitung kontrollieren können. Das sei zu wenig und eine Gefahr für die Verkehrssicherheit, sind die Grünen überzeugt und starten einen Vorstoß für eine Lkw-Kontrollstelle im Unterland. „Das Grundstück bei der Dornbirner Straße zwischen McDonald's und Nutzfahrzeuge Haubner ist im Eigentum der Gemeinde Lustenau und eignet sich aufgrund seiner Lage an der L 204 hervorragend für eine Kontrollstelle“, präsentiert Daniel Zadra, Grüner Klubobmann, beim heutigen Lokalaugenschein den idealen Standort in Lustenau.

Grüne Lustenau mit Vorschlag für Standort an Dornbirner Straße
Lustenau ist aufgrund der Grenzlage zur Schweiz ein Transit-Ort. Eine Möglichkeit den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr zu kontrollieren, gibt es jedoch derzeit nicht. „Damit die Polizei den Schwerverkehr auf der Transitstrecke in Lustenau überhaupt kontrollieren kann, müssen sie Transporter mitten auf der Straße anhalten und bringen so den gesamten Verkehr zum Stehen“, beschreibt Christine Bösch-Vetter, Gemeinderätin in Lustenau, die aktuelle Situation. Aus diesem Grund haben die Grünen Lustenau in der Gemeindevertretung den Antrag eingebracht, einen Teil des Grundstückes bis auf Widerruf der Bundespolizei für Kontrollzwecke zur Verfügung zu stellen. Eine rund 200 Quadratmeter große Fläche genüge, um Lkw anhalten und überprüfen zu können, ohne dass es zu einer Behinderung des Verkehrsflusses komme. „Binnen weniger Monate können die notwendigen baulichen Maßnahmen – Befestigung der Fläche und begleitende Verkehrssicherheitsmaßnahmen – mit geringem finanziellen Aufwand umgesetzt werden“, erläutert die Lustenauer Gemeinderätin die Details des Grünen Vorschlags.

Kontrollstelle für mehr Verkehrssicherheit 
Dass mehr Kontrollen notwendig sind, zeigen die erschreckenden Ergebnisse der Schwerverkehrskontrollen auf der Autobahn A14 im September letzten Jahres: Jedem zweiten Lkw musste die Polizei die Weiterfahrt wegen „Gefahr in Verzug“ untersagen. „Überladene Fahrzeuge, unzureichend gesicherte Fracht, Lkw mit defekten Bremsen oder übermüdete Lenker*innen stellen eine potenzielle Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer*innen dar. Und besonders Lkw sind ein tödlicher Unfallgegner“, unterstreicht Klubobmann Zadra die Bedeutung von Kontrollen für die Verkehrssicherheit.

An einem Strang: Bund, Land und Gemeinde
Sowohl das türkis-grüne Regierungsprogramm als auch das Vorarlberger Arbeitsprogramm sprechen sich klar für Kontrollplätze sowie eine Reduktion des Lkw-Transitverkehrs aus. Neben den Anstrengungen auf Bundes- und Landesebene können auch die Gemeinden einen Beitrag leisten, ist sich Bösch-Vetter sicher. Mit dem vorliegenden, ausgearbeiteten Vorschlag für den Standort einer Lkw-Kontrollstelle im Unterland zeigen die Grünen Lustenau, wie konstruktive Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Land aussehen könne. „Indem wir – die Gemeinde Lustenau – selbst aktiv werden, können wir auf Gemeindeebene einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit leisten“, ist Bösch-Vetter optimistisch, dass Gemeinde und Land diesen unkomplizierten und wirkungsvollen Vorstoß der Grünen aufgreifen werden.

Christine Bösch-Vetter und Daniel Zadra präsentieren den idealen Standort für eine Lkw-Kontrollstelle im Unterland

PK-Unterlage Lkw-Konstrollstelle