Der Tunnelkönig und seine Märchen
Im Fasching verkleidet sich Bürgermeister Rädler stolz als „Tunnelkönig“. Zu dieser Märchenfigur passen auch die Aussagen, die er zur Tunnelspinne regelmäßig trifft. Wir haben die drei größten Märchen für euch zusammengestellt!
Märchen 1: Von der ruhigen Bärenkreuzung
Wenn man dem Bürgermeister so zuhört, könnte man meinen, dass sich der Verkehr auf der Bärenkreuzung drastisch reduziert. In Wahrheit zeigen selbst die Verkehrsdaten der Planer:innen, dass am Katzenturm auch mit Tunnel 15.300 Autos täglich vorbeirauschen, im Schlossgraben sind es 13.400, in Levis ändert sich mit 20.000 Autos pro Tag so gut wie nichts. Der Alberweg in Tosters bekommt sogar 1400 Autos pro Tag mehr
Märchen 2: Vom kurzen Weg zum Krankenhaus
Wenn man dem Bürgermeister so zuhört, bietet der Tostner Ast eine kurze Anbindung an das Landeskrankenhaus. Ein Blick auf die Karte zeigt aber: Eine Anbindung vom Portal Altstadt ist kürzer, der Ast Tosters bringt hier keinerlei Vorteile, der Weg ist sogar deutlich länger.
Märchen 3: Von den bösen Tunnelgegner:innen
Wenn man dem Bürgermeister so zuhört, könne man meinen, der Tunnel wäre schon längst fertig, wären da nicht die Verzögerungen der Tunnelgegner:innen. Wahr ist aber: Seit der Rechtskraft des UVP-Bescheids von 2019 könnten die Projektbetreiber bauen, haben aber durch bescheidwidrige Bauvorgänge selbst Baustopps herbeigeführt. Die Bürgerinitiativen hingegen haben nach Abschluss des Verfahrens nur bei größeren Änderungen Einspruchsrecht, eine solche steht heuer erstmals bevor.