Sozialhilfe darf kein Druckmittel sein
Bösch-Vetter: „In Vorarlberg schauen wir aufeinander und helfen Menschen in Notlagen“
Nach dem Vorstoß des Landesstatthalters Bitschi, die Sozialhilfe in Vorarlberg nach steirischem Vorbild zu verschärfen, fordert Christine Bösch-Vetter, Grüne Sozialsprecherin, die zuständige ÖVP-Soziallandesrätin Rüscher auf, sich klar gegen eine solche Verschärfung auszusprechen. „In Vorarlberg schauen wir aufeinander. Wir achten auf Menschen in Notlagen, auf chronisch Kranke und darauf, dass alle Kinder faire Chancen auf ein gutes Leben haben“, betont Bösch-Vetter.
FPÖ-Pläne verschärfen Kinderarmut
Die geplanten Kürzungen würden Familien mit Kindern besonders stark treffen. „Werden Kindersätze bei Familien mit mehreren Kindern gesenkt, werden Kinder in Armut gedrängt“, kritisiert Bösch-Vetter. „Sparen bei Kindern ist nicht nur unmenschlich, sondern auf lange Sicht auch sehr teuer. Kinder, die in Armut aufwachsen, haben schlechtere Bildungschancen, geringere Erwerbsmöglichkeiten und oft schlechtere Gesundheit – langfristig kostet uns das alle mehr.“
Hilfe nicht Drohmittel
„Jeder Mensch kann in Not geraten, und jeder in Vorarlberg soll sich darauf verlassen können, dass ein verlässliches soziales Netz auffängt und unterstützt, wieder auf die Beine zu kommen“, betont Bösch-Vetter. „Sozialhilfe als Drohmittel oder Bestrafung einzusetzen, hilft niemandem. Sie bringt Menschen nicht in Beschäftigung, sondern verschärft ihre Notlagen.“ Die Grüne Sozialsprecherin appelliert an die ÖVP, sich von ihrem Koalitionspartner klar zu distanzieren und dafür zu sorgen, dass Vorarlberg ein sicheres und soziales Land bleibt.