Grüne begrüßen höhere Abschusszahlen & fordern Fütterungsaus
Bösch-Vetter: „Solange gefüttert wird, untergraben wir jede wirksame TBC-Bekämpfung.“
Christine Bösch-Vetter, Grüne Landwirtschaftssprecherin, sieht in der Erhöhung der Abschusszahlen bei Wild in Schönenbach ein Signal in die richtige Richtung und fordert weitere Maßnahmen, um TBC in Vorarlberg einzudämmen. „Die Erhöhung der Abschusszahlen ist ein Schritt in die richtige Richtung und dringend notwendig für einen gesunden Wildbestand. Denn nur ein gesunder Wildbestand schützt auch unsere Nutztiere“, betont Landwirtschaftssprecherin Christine Bösch-Vetter. Gleichzeitig macht sie klar: Ohne weitere Maßnahmen bleibt die Wirkung begrenzt. „Jetzt braucht es den nächsten konsequenten Schritt: den Ausstieg aus der Wildtierfütterung.“
Ausstieg aus Wildtierfütterung soll Ausbreitung stoppen
Wildfütterungsstellen seien zentrale Treiber für die Verbreitung von Krankheiten. „Diese Futterplätze sind Hotspots für die Übertragung von TBC. Dort treffen Tiere unnatürlich dicht aufeinander – auch kranke und geschwächte Tiere bleiben länger im Bestand und verbreiten Infektionen weiter“, erklärt Bösch-Vetter. Zudem führe die Fütterung zu überhöhten Wildbeständen, was den Druck zusätzlich verschärfe. „Wenn wir TBC wirksam eindämmen wollen, müssen wir genau hier ansetzen. Die Schweiz und Liechtenstein zeigen längst, dass ein Ausstieg möglich und sinnvoll ist.“
Bösch-Vetter verweist auf eine Studie der Vorarlberger Veterinärin Dr. Annette Nigsch gemeinsam mit der Universität Bern und der ZHAW Wädenswil. Neben einer konsequenten Bestandsregulierung empfiehlt die Studie vor allem die Aufhebung der Wildfütterung, da diese der zentrale Übertragungsort von TBC ist. „Solange die Jäger weiterfüttern, untergraben wir alle anderen Maßnahmen“, so Bösch-Vetter. Die Grünen haben dazu einen entsprechenden Antrag eingebracht.