9 Maßnahmen gegen Mobbing: Grüne fordern Aktionsplan
Hammerer: „Social Media ist DER Nährboden für Mobbing – die Landesregierung muss handeln“
Angesichts steigender Mobbingvorfälle an Vorarlbergs Schulen fordern die Grünen von der schwarz-blauen Landesregierung einen Aktionsplan gegen Mobbing. „Fälle wie jener einer 14-Jährigen aus dem Bregenzerwald, die über Social Media systematisch verspottet wurde, müssen die zuständige Landesrätin Schöbi-Fink aufrütteln. Mobbing ist kein harmloser Kinderstreit, sondern hat oft massive Folgen für die psychische Gesundheit der Betroffenen. Wir dürfen Kinder, Eltern und Schulen damit nicht alleine lassen“, begründet Kinder- und Jugendsprecherin Eva Hammerer ihren Antrag.
9 Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
Gerade soziale Medien verschärfen die Situation massiv: „Konflikte enden nicht mehr im Klassenzimmer, sie gehen rund um die Uhr weiter“, unterstreicht Hammerer. Deshalb fordert sie einen Aktionsplan mit neun konkreten Maßnahmen: eine breite Bewusstseinskampagne für Eltern, klare Regeln für den Umgang mit Smartphones an Schulen, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, bessere Informationen zu aktuellen Online-Trends, den Ausbau der Schulsozialarbeit, niederschwellige Unterstützungsangebote an Schulen, die Wiedereinführung des fit4school-Programms, regelmäßige Social-Media-Sprechstunden an allen Schulen und digitale Kompetenzvermittlung im Unterricht.
Im vergangenen Schuljahr wurden 96 Mobbing-Fälle bei der Koordinationsstelle der Bildungsdirektion gemeldet – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Besonders betroffen sind Mittel- und Volksschulen. „Jeder einzelne Fall ist einer zu viel. Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden und sicher – auch im digitalen Raum – aufwachsen können. Darin sollten wir uns alle einig sein“, betont Hammerer und hofft auf breite Unterstützung für den Aktionsplan gegen Mobbing über Parteigrenzen hinweg.