Attraktive Anreize für den Arbeitsplatz Schule
Vielfältige Bemühungen zur Besetzung der offenen Lehrer:Innenstellen; Jobticket ermöglicht Lehrkräften freie Fahrt mit den Öffis.
Jobtickets für alle Lehrkräfte
Schon sehr früh und sehr intensiv laufen in Vorarlberg die Bemühungen, für das kommende Schuljahr das benötigte Lehrpersonal zu gewinnen. Im Rahmen der Hauptausschreibung waren zu Ende April/Anfang Mai alle freien Stellen über ein bundesweites Portal ausgeschrieben. Für insgesamt 544 verfügbare Stellen – sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitstellen – haben sich insgesamt 376 Personen beworben. Mit der Einführung des Jobtickets für alle Lehrkräfte an Allgemeinen Pflichtschulen und Berufsschulen will das Land Vorarlberg die Attraktivität des Lehrberufs weiter steigern und dadurch zusätzliche talentierte Lehrkräfte anziehen, informierte Landesrat Daniel Zadra im Pressefoyer.
Umsetzung ab dem Schuljahr 2024/25
Die Bildungsdirektion für Vorarlberg arbeite engagiert an der Umsetzung, sodass die Lehrkräfte ab dem Schuljahr 2024/25 das Klimaticket für Vorarlberg erwerben können und dann freie Fahrt mit Bus und Bahn im ganzen Land haben. Man habe sich überlegt, welche Angebote man den Lehrpersonen rundum das Thema Mobilität ermöglichen könne. Die Vertreterin der Vorarlberger Lehrer:Innen, Petra Voit, zeigt sich erfreut, dass damit auch eine Forderung der Personalvertretung gehört wurde. Für das Jobticket werden rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Trend zu Jobtickets und Jobrädern
Landesrat Zadra begrüßte den starken Trend zu Jobtickets und Jobrädern in Vorarlberg. Auch viele Unternehmen im Lande leisten damit einen wertvollen Beitrag zu Klimaschutz und Unterstützung des öffentlichen Verkehrs. „Von den 90.000 pro Jahr verkauften Klimatickets sind rund 10.000 Jobtickets. Wir freuen uns, dass mit den Landeslehrer:Innen nun eine weitere Großkundschaft dazukommt“, sagte Zadra.
Das Bildungsministerium hat die Idee der Projektstelle „Arbeitsplatz Schule“ bereits übernommen und in allen Bildungsdirektionen eine Bedarfskoordination eingesetzt. In Vorarlberg konzentrieren sich die Bemühungen darauf, sowohl mehr pädagogischen Nachwuchs über das reguläre Lehramtsstudium zu gewinnen, als auch motivierte Quereinsteiger:Innen für eine Anstellung im Schuldienst zu erreichen, erklärte der Vorarlberger Bedarfskoordinator Bernd Juen. Er ist überzeugt, dass über Nachtragsausschreibungen im Mai und Juni weitere Lehrer:Innenstellen, die bisher noch ohne Bewerber:Innen mit passenden Anstellungsvoraussetzungen waren, besetzt werden können. Weiters werden im Rahmen der Landeskampagne „Bildung bringt’s“ alle relevanten Zielgruppen über Inserate, Plakate, Radio, Social Media, ÖBB-Railscreens etc. angesprochen. Auch die Präsenz auf Bildungs- und Berufsmessen wird genutzt, um die beruflichen Möglichkeiten als Lehrer:In in Vorarlberg zu bewerben. Darüber hinaus pflegt die Bildungsdirektion eine gute Kooperation mit dem AMS sowie mit dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), um auch ZuwanderInnen mit im Ausland erworbenen pädagogischen Ausbildungen zu erreichen und qualifizieren zu können. Die Zahl der Bewerber:Innen für den Pflichtschulbereich ist laut Juen um 24 Prozent höher als im vergangenen Jahr.