Deutsch-Ergebnisse bei Volksschüler:innen alarmierend
Hammerer: „Schwarz-Blau schiebt Schuld ab – Kinder zahlen den Preis“
Das schlechte Abschneiden Vorarlbergs Volksschüler:innen beim bundesweiten Kompetenztest des Bildungsministeriums – besonders im Fach Deutsch und beim Lesen – ist für die grüne Bildungssprecherin Eva Hammerer ein Alarmsignal. „Diese Studie muss ein Weckruf sein. Wenn Kinder erst in der Volksschule Deutsch lernen, ist es oft schon zu spät. Wir müssen viel früher ansetzen und die Deutschförderung im Kindergarten massiv ausbauen“, betont Hammerer.
Dafür brauche es vor allem mehr Personal und bessere Ausbildungsstrukturen. „Sprachförderung funktioniert nur mit genügend Fachkräften. Deshalb brauchen wir endlich einen zweiten Ausbildungsstandort im Unterland – öffentlich organisiert und nicht privat. Nur so können wir ausreichend qualifizierte Fachkräfte ausbilden.“
Landesregierung in der Pflicht
Laut der iKM+-Studie („Individuelle Kompetenzmessung Plus“) schneiden Vorarlbergs Kinder im Fach Deutsch unter dem Österreich-Durchschnitt ab. Besonders beim Lesen erreichen nur rund 55 Prozent der Viertklässler:innen die Bildungsstandards. Für Hammerer ist klar: „Weiter wie bisher ist keine Option.“ Sie nimmt die schwarz-blaue Landesregierung in die Pflicht und kritisiert den Umgang mit den Studien-Ergebnissen. „Landesrätin Schöbi-Fink schiebt reflexartig dem Bund die Schuld zu. Statt Ausreden zu suchen, sollte die schwarz-blaue Landesregierung diese Studie als klaren Auftrag verstehen und endlich in Kinder, Bildung und frühe Sprachförderung investieren“, schließt Hammerer.