Anfrage Radbrücke Au–Lustenau: Worauf wartet LR Bitschi?
Zadra: „Verzögerungen gefährden Projekt und Fördermittel“
Klubobmann und Verkehrssprecher Daniel Zadra verlangt klare Antworten des zuständigen Landesstatthalters Christof Bitschi zum Zeitplan und zur Finanzierung der geplanten Fuß- und Radbrücke zwischen Au und Lustenau. „Es ist fünf vor zwölf. Wenn Landesstatthalter Bitschi nicht unverzüglich handelt, gehen Fördergelder und Bewilligungen verloren – und diese wichtige Brücke zwischen Österreich und der Schweiz kommt nie“, warnt Zadra.
In seiner Anfrage an den zuständigen Landesrat fordert Zadra konkrete Antworten zu Baubeginn, Regierungsbeschluss, Finanzierung und Bundesförderung sowie zu den Fristen und Auswirkungen bei Nicht-Umsetzung der Radbrücke. „Die Brücke ist eine zentrale Verbindung zwischen der Schweiz und Österreich, sie stärkt den Alltagsradverkehr und ist seit Jahren fertig vorbereitet. Dass es hier noch immer nicht vorangeht, ist völlig unverständlich“, übt der Grüne Verkehrssprecher Kritik am Stillstand der Landesregierung.
Umsetzung lange vorbereitet
Bereits 2019 wurde die Machbarkeitsstudie vorgestellt, 2021 der Sieger des Ingenieurwettbewerbs gekürt und 2022 die Umsetzung gemeinsam mit den Gemeinden beschlossen. Die Finanzierung des Projekts wird gemeinsam getragen: vom Schweizer Bund, dem Kanton St. Gallen, den Gemeinden Au und Lustenau sowie vom Land Vorarlberg und der Republik Österreich. Laut Verkehrsminister Hanke kann mit einer Bundesförderung in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro gerechnet werden. „Der Umsetzung steht nichts im Weg. Jede weitere Verzögerung gefährdet die zugesagten Fördermittel und künftige Agglomerationsprogramme für Vorarlberg. Kommen Sie in die Gänge und bringen Sie dieses wichtige Projekt auf den Boden!“, appelliert Zadra an Landesstatthalter Bitschi.