Grüne fordern konsequente TBC-Bekämpfung – ÖVPFPÖ blockieren
Bösch-Vetter: „Landesregierung zeigt keinerlei Einsicht, wie dramatisch die Situation für die Landwirt:innen ist“
Obwohl sich die TBC-Lage zuspitzt, weitere Tiere in Dornbirn und Hohenems betroffen sind und Untersuchungen zur Herkunft der Infektionen laufen, lehnen ÖVP und FPÖ im heutigen landwirtschaftlichen Ausschuss einen Antrag der Grünen für eine konsequente Seuchenbekämpfung ab. Für Landwirtschaftssprecherin Christine Bösch-Vetter ist das angesichts der aktuellen Entwicklungen völlig unverständlich: „ÖVP und FPÖ wollen weitermachen wie bisher. Sie zeigen null Einsicht, wie dramatisch die Situation für die Bäuerinnen und Bauern ist.“
Der Antrag der Grünen sieht ein umfassendes Konzept zur Bekämpfung von TBC vor – mit einem Ausstieg aus der Wildtierfütterung sowie einer verstärkten Zusammenarbeit mit den Nachbarländern. Die Ausschussvorlage der Regierungsfraktionen hingegen setzt im Wesentlichen auf ein „Weiter wie bisher“ und bleibt konkrete Maßnahmen schuldig. Für Bösch-Vetter ist das ein Hohn: „Die Seuche läuft völlig aus dem Ruder, die Landesregierung hat keine Ahnung, welche Gebiete von TBC betroffen sind. Doch statt entschlossen gegenzusteuern, redet sie die Problemlage klein und macht weiter wie bisher.“
Mit Blick auf den bevorstehenden Beginn der Alpsaison seien viele Landwirtinnen und Landwirte massiv verunsichert. „Landesrat Gantner muss umfassend und transparent informieren, statt die Situation weiter zu verharmlosen“, fordert Bösch-Vetter mehr Klarheit und bessere Kommunikation.