Grüne fordern Rücknahme der Kürzungen beim Krankenhausessen
Hammerer/Bösch-Vetter: „Sparmaßnahmen bei genesenden Menschen im Krankenhaus sind schlicht und einfach unangemessen“
Die Beantwortung der Anfrage der Grünen zu den Einsparungen der schwarz-blauen Landesregierung beim Krankenhausessen zeigt auf, dass das Land mit dieser Maßnahme insgesamt 200.000 Euro jährlich einsparen will. „Derartige Sparmaßnahmen bei genesenden Menschen im Krankenhaus sind absolut unangemessen. Sie stehen in keiner Relation zu den Millionen an Euro, die auf der anderen Seite für Straßen und Tunnel verpulvert werden“, so die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Hammerer.
Besonders zynisch sei das Argument der Reduktion der Lebensmittelverschwendung. „Wir unterstützen ausdrücklich jede sinnvolle Maßnahme für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Doch Suppe zu kürzen und beim Kaffee auf Instantmilch in Plastikverpackung statt auf Ländle-Milch zu setzen – und damit zusätzlichen Müll zu produzieren – ist schlicht nicht schlüssig“, ergänzt Christine Bösch-Vetter.
Die Grünen fordern die schwarz-blaue Landesregierung auf, die Kürzungsmaßnahme beim Krankenhausessen zurückzunehmen. „Derartige Kürzungen bei genesenden Menschen sind unseres Landes nicht würdig. Ich fordere die Landesregierung auf, ihre Prioritäten weg vom Beton hin zu den Menschen zu überdenken“, schließt Hammerer.