Grüne fordern Social-Media-Beschränkung
Hammerer: „Landesregierung darf nicht länger zusehen – es geht um die Sicherheit und ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder“
Die Grünen unterstützen die Forderung von Gymnasialdirektor Gerald Fenkart nach einer klaren Beschränkung von Social Media für Kinder und Jugendliche. „Soziale Medien sind DER Nährboden für Mobbing. Konflikte verbreiten sich innerhalb von Minuten über Screenshots, Sprachnachrichten oder Statusmeldungen – und hören auch zu Hause nicht auf“, warnt die grüne Landtagsabgeordnete Eva Hammerer. Sie fordert von der Landesregierung einen umfassenden Aktionsplan gegen Mobbing sowie eine breit angelegte Bewusstseinskampagne für Eltern zum Umgang mit Social Media und kündigt einen entsprechenden Antrag an.
„Mobbing endet nicht mehr am Schultor, sondern findet online rund um die Uhr statt. Für viele Kinder gibt es keinen Rückzugsort mehr. Das setzt sie massiv unter Druck“, so Hammerer. Expert:innen warnen davor, dass Kinder und Jugendliche immer mehr Verhaltensauffälligkeiten zeigen: Gewalt unter Kindern und Jugendlichen bzw. Respektlosigkeit gegenüber Lehrpersonen und Erwachsenen nehmen stark zu. Bereits bei der Landtags-Enquete im Herbst hat die Expertin Silke Müller eindringlich vor diesen Entwicklungen gewarnt und konkreten Handlungsbedarf aufgezeigt. „Trotzdem bleibt die Landesregierung jegliche Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor den Gefahren von Social Media schuldig“, kritisiert die Grüne Jugendsprecherin.
Für die Grünen ist klar: Die Landesregierung darf hier nicht länger zuschauen. „Landesrätin Schöbi-Fink muss endlich konkrete Maßnahmen setzen, um Kinder und Jugendliche zu schützen – und Schulen sowie Eltern gezielt zu unterstützen“, fordert Hammerer. „Es geht um die Sicherheit und ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder. Dafür dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“