Grüne warnen vor schwarz-blauem Kahlschlag im Naturschutz
Zadra: Die Antwort der Landesregierung auf die extreme Hitze ist noch mehr Beton und Asphalt
Alle Menschen leiden unter der extremen Hitze. Und was macht die schwarz-blaue Landesregierung? Sie öffnet die Schleusen für noch mehr Beton und Asphalt“, warnt der Grüne Klubobmann und Umweltsprecher Daniel Zadra bei einer Pressekonferenz. Zadra bezieht sich auf die Vorhaben der Landesregierung im Rahmen der Naturschutznovelle. „Das ist nichts anderes als ein Kahlschlag im Naturschutz“, so Zadra.
Der Schutz unserer kostbaren Natur war in Vorarlberg stets ein parteiübergreifender Konsens. ÖVP und FPÖ verlassen nun diesen Weg und fahren mit den Baggern auf. „Das Naturschutzgesetz wurde unter der ÖVP-Alleinregierung unter dem damaligen Landesrat Erich Schwärzler geschaffen. Die heutige ÖVP hebelt es nun aus“, kritisiert Zadra.
Bei einer Wiese hinter dem Lustenauer Rathaus zeigt Zadra auf, was die Änderungen der Bestimmungen bedeuten würden. „Eine Fläche von fünf Tennisplätzen kann künftig ohne Bewilligung zubetoniert werden. Aus Grün wird Asphalt, aus kühl wird heiß. Und das in einer Zeit, in der wir jeden Baum, jede Grünfläche dringend brauchen, damit das Leben auch in Hitzephasen erträglich bleibt“, so Zadra.
Auch bei Gebäuden in derselben Größe soll es keine Bewilligungspflicht mehr geben. Das gilt auch für Straßen, die schmaler als vier Meter sind. „Die Natur verschwindet unter Beton. Das bedeutet noch mehr Flächen, die sich aufheizen“, so Zadra. Während Schwarz-blau das Betonieren erleichtert, erschwert sie auf der anderen Seite die Versorgung mit leistbarer sauberer Energie, indem Photovoltaikanlagen künftig bewilligt werden müssen. “Das ist geradezu absurd”, ärgert sich Zadra.
„Die schwarz-blaue Landesregierung betoniert unsere Zukunft. Ich appelliere an die ÖVP und die FPÖ ihre Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen und diesen Kahlschlag unserer wertvollen Natur zu stoppen“, schließt Zadra.