Demenz: Reicht die Tagesbetreuung künftig aus?
Bösch-Vetter richtet Anfrage an Landesrätin Rüscher zum Ausbau der Tagesbetreuung.
Die Menschen werden immer älter – damit steigt auch die Zahl älterer Menschen mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen wie Demenz. Landtagsabgeordnete Christine Bösch-Vetter will wissen, welche Maßnahmen die Landesregierung setzt, um das Angebot langfristig für Betroffene und ihre Angehörigen abzusichern. „Es reicht nicht, den Status quo zu verwalten. Die Angebote müssen jetzt mitwachsen, damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bestens unterstützt werden“, betont Bösch-Vetter. Sie richtet eine Anfrage an die zuständige Landesrätin Rüscher, um Klarheit über die bestehenden Kapazitäten, die Auslastung des Angebots sowie über Wartelisten und geplante Ausbauschritte zu erhalten.
Ambulant vor stationär: menschlich sinnvoll, volkswirtschaftlich klug
Derzeit gibt es in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Götzis und Nüziders Angebote für gerontopsychiatrische Tagesbetreuung.
Gerade für Menschen mit Demenz ist es entscheidend, möglichst lange aktiv zu bleiben und in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. „Tagesbetreuungsangebote leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag“, betont Bösch-Vetter, „Sie fördern Selbstständigkeit und soziale Teilhabe und entlasten gleichzeitig pflegende Angehörige.“
Der Ausbau der Tagesbetreuung entspricht klar dem in Vorarlberg verfolgten Grundsatz „ambulant vor stationär“. „Jeder Platz in der Tagesbetreuung kann dazu beitragen, stationäre Aufenthalte hinauszuzögern oder zu vermeiden – das ist nicht nur menschlich sinnvoll, sondern auch volkswirtschaftlich klug“, betont Bösch-Vetter. Die Landesregierung sei gefordert, jetzt die Weichen zu stellen und das Angebot deutlich auszubauen.