Millionen für Autos. Warten für Kinder.
Geld in eine Parkgarage stecken und Kinder warten lassen geht sich für uns nicht aus
Mit großer Enttäuschung reagieren die Grünen Bregenz auf die Ablehnung ihres Antrags zur dringenden Sanierung der Mittelschule Stadt. „Mit diesem Antrag wollten wir den offensichtlichen Sanierungsbedarf, von undichten Fenstern, über marode Sanitäranlagen bis hin zu fehlender Barrierefreiheit, endlich angehen“, erklärt die Grüne Stadträtin Sandra Schoch.
„Es geht hier um Kinder, die täglich in einem Gebäude lernen müssen, dessen Sanierungsbedarf seit Jahren bekannt ist. Politik darf sich nicht daran orientieren, wer am lautesten ist. Sie muss dort handeln, wo der Handlungsbedarf am größten ist“, zeigt sich Schoch fassungslos.
Schulentwicklung ja, Baufälligkeit nein
Die Grünen betonen ausdrücklich, dass sie den laufenden Schulentwicklungsprozess unterstützen und diesem im Stadtrat ja auch zugestimmt haben. Dieser dürfe jedoch nicht als Begründung dienen, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen weiter aufzuschieben.
„Im Schulentwicklungsprozess beantworten wir die Frage, wie unsere Schulen in Zukunft aussehen sollen und welchen Bedarf es zukünftig gibt. Es geht aber nicht darum, wie Kinder angesichts undichter Fenster, versiffter Toiletten oder fehlender Barrierefreiheit lernen können. Das sind unterschiedliche Themen mit unterschiedlichen Dringlichkeiten“, so Schoch weiter.
Grüne Welle für Autos. Rote Karte für Kinder
„Beim Bau einer neuen Hochgarage für Autos geht es für die Stadtregierung plötzlich schnell. Dafür werden Millionen bereitgestellt und Projekte vorangetrieben. Geht es hingegen um die Gesundheit und die Lernbedingungen unserer Kinder, heißt es: warten“, ärgert sich auch Klubobmann Heribert Hehle.
„Bei Parkplätzen drückt die Stadtregierung aufs Gaspedal, und das auch noch völlig kopflos. Das Strategiepapier für Parkplätze fehlt nämlich immer noch. Das ist eindeutig der falsche Weg“, führt Hehle weiter aus.
Stadtregierung nimmt Verantwortung als Schulerhalterin nicht wahr
„Kinder haben Anspruch auf sichere, gesunde und zeitgemäße Lernbedingungen. Wer Investitionen in Schulen immer weiter verschiebt, spart an der falschen Stelle. Bildung und Gesundheit unserer Kinder dürfen niemals hinter Prestigeprojekten zurückstehen. Wir werden nicht akzeptieren, dass Millionen für neue Parkhäuser schneller verfügbar sind als Geld für dringend notwendige Schulsanierungen. Unsere Priorität sind die Bürgerinnen und Bürger von Bregenz. Für uns liegt die Zukunft in den Kindern dieser Stadt, nicht in Autos“, schließt Schoch.