Niedrigwasser: Schutz der Trinkwasserversorgung gefordert
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Trockenheit und den damit verbundenen alarmierenden Niedrigwasserständen bringen die Grünen eine Anfrage an den verantwortlichen Landesrat Christian Gantner ein, mit der sie wissen wollen, welche Maßnahmen die schwarz-blaue Landesregierung setzt, um unser Wasser zu schützen und unsere Trinkwasserversorgung zu sichern. „Der Bodensee befindet sich auf einem historischen Tiefstand, Flüsse haben nach wie vor extrem wenig Wasser und unser Grundwasserpegel ist so niedrig wie noch nie. Die Landesregierung ist aufgefordert zu handeln“, betont der Grüne Klubobmann und Umweltsprecher Daniel Zadra.
Eine aktuelle Auswertung von Greenpeace zeige, dass rund drei Viertel der untersuchten Grundwasserpegel in Vorarlberg so niedrig wie noch nie zuvor zu dieser Jahreszeit sind. Zwei Stellen liegen sogar auf einem Rekordtief. Betroffen sind die Messstellen in Altenstadt und Nofels. „Das ist ein Warnsignal. Wenn wir mit derart stark geschrumpften Wasserreserven in den Winter starten, kann die Landesregierung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, so Zadra.
In seiner Anfrage will Zadra daher wissen, wie die aktuellen Wasser-Messwerte ausschauen und inwiefern die Landesregierung ihr Wassermanagement an die geänderten klimatischen Rahmenbedingungen anpasst. „Aufgrund der aktuell kritischen Lage stellt sich die Frage, ob die derzeit gesetzten Maßnahmen und Ziele ausreichen, um unsere Wasserversorgung langfristig abzusichern. Wir können nicht mehr leugnen, dass sich die Klimaerhitzung enorm auf unseren Lebensraum und auch auf unsere Gewässer auswirkt“, so Zadra.
Zadra betont auch die enorme Bedeutung des Uferschutzes. „Die zunehmende Trockenheit macht die Vernetzung von Gewässern mit ökologisch intakten Uferbereichen besonders wichtig. Uferschutzes ist daher Gebot der Stunde“, so Zadra. Bei der geplanten Naturschutznovelle will die schwarz-blaue Landesregierung den Uferschutz allerdings abbauen. „Da ist fahrlässig. Ich fordere die schwarz-blaue Landesregierung noch einmal auf ihr Naturzerstörungsgesetz zurückzunehmen“, schließt Zadra.