ÖVP/FPÖ bremsen bei "Schule am Bauernhof"
Kostenlose Öffi-Anreise für Schulprojekte am Bauernhof auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben
Mit Unverständnis reagieren die Grünen auf die heutige Vertagung von ÖVP und FPÖ des Grünen Antrags, mit dem die Anreise mit Öffis zu Schulveranstaltungen am Bauernhof kostenlos gemacht werden sollte. „Der einstigen Bauernpartei ÖVP ist es offenbar nicht wert, in Projekte zu investieren, die jungen Menschen die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft näherbringen“, berichtet die Grüne Landwirtschaftssprecherin Christine Bösch-Vetter vom Landwirtschaftlichen Ausschuss.
Das Argument für die Vertagung, nämlich dass eine Evaluierung vorgenommen werde, lasst Bösch-Vetter nicht gelten. „Eine kostenlose Anreise erleichtert es den Schulen enorm, eine praxisnahe Wissensvermittlung im Bereich Landwirtschaft zu ermöglichen. Hierzu braucht es keine Evaluierung. Das ist reine Verzögerungstaktik“, so Bösch-Vetter.
Das Verhalten von ÖVP und FPÖ sei ein Affront für die vielen engagierten Pädagog:innen und Landwirt:innen, die Schüler:innen im Rahmen des Schulprojekts „Schule am Bauernhof“ praxisnahe und wertvolle Einblicke in die heimische Landwirtschaft geben.
Mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche besuchen jedes Jahr einen der zertifizierten „Schule am Bauernhof“-Betriebe in Vorarlberg. Das sei wertvolle Bildungsarbeit. „In einer Zeit, in der immer weniger Kinder und Jugendliche wissen, woher ihr Essen kommt und wie eine Landwirtschaft aussieht, sollten möglichst viele junge Menschen die Möglichkeit haben, über Schulprojekte Vorarlbergs Bauernhöfe hautnah zu erleben“, schließt Bösch-Vetter.