Schließung des aha-Standorts in Bludenz schadet der Region
Mit großer Sorge reagieren die Grünen Bludenz auf die drohende Schließung des aha-Standorts in Bludenz. Für die Sprecherin der Grünen Bludenz, Ida Forchtner, steht fest: „Wer diese Einrichtung aufgibt, spart nicht an einem Gebäude oder einer Organisation, sondern an den Chancen junger Menschen.“
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der aha-Standort eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche aus dem gesamten Bezirk. Hier erhalten junge Menschen Unterstützung bei Fragen zu Ausbildung, Beruf, Auslandsaufenthalten, Freiwilligenprojekten oder persönlichen Herausforderungen. Gleichzeitig ist der Standort ein Ort der Orientierung, der Beteiligung und der Begegnung.
„Gerade im Süden Vorarlbergs kämpfen wir seit Jahren mit strukturellen Nachteilen gegenüber anderen Ballungsräumen. Viele Angebote konzentrieren sich im Rheintal. Umso wichtiger sind Einrichtungen, die jungen Menschen direkt vor Ort Perspektiven eröffnen. Wer solche Strukturen abbaut, verschärft die Ungleichheit innerhalb des Landes weiter“, betont Forchtner.
Besonders kritisch sehen die Grünen, dass mit dem Standort auch wichtige Beratungsangebote für Mädchen und junge Frauen sowie niederschwellige Unterstützungsangebote für Jugendliche verloren gehen könnten. „Nicht jede und jeder kann einfach nach Feldkirch oder Dornbirn fahren. Junge Menschen brauchen erreichbare Ansprechpersonen in ihrer Lebensrealität – dort, wo sie wohnen, zur Schule gehen und ihre Zukunft planen.“
Für die Grünen steht die Entscheidung zudem in deutlichem Widerspruch zu den politischen Ankündigungen von ÖVP und FPÖ. „Die Landesregierung spricht immer wieder davon, Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder und Jugendliche machen zu wollen. Wer diesen Anspruch ernst meint, darf funktionierende Jugendangebote nicht abbauen. Worte allein schaffen keine Chancen – dafür braucht es konkrete Investitionen und verlässliche Strukturen.“
Die Schließung des aha-Standorts wäre aus Sicht der Grünen weit mehr als das Ende einer Beratungsstelle. Sie wäre ein Signal an junge Menschen im Bezirk Bludenz, dass ihre Anliegen nachrangig sind.
„Wir brauchen mehr Räume, mehr Beteiligung und mehr Unterstützung für Jugendliche – nicht weniger. Die Zukunft unserer Region entscheidet sich auch daran, ob junge Menschen hier Perspektiven sehen und sich ernst genommen fühlen. Deshalb setzen wir uns entschieden für den Erhalt des aha-Standorts ein“, so Forchtner abschließend.