ÖVP-FPÖ kürzt bei Kindergartenpersonal – Grüne alarmiert
Hammerer: „Personalkürzungen gefährden die Chancen unserer Kinder“
„Wenn die schwarz-blaue Landesregierung beim Kindergartenpersonal kürzt, gefährdet sie damit die Chancen unserer Kinder“, kritisiert Eva Hammerer, Grüne Bildungssprecherin, die neuen Kürzungen von Schwarz-Blau beim Personal in den Kindergärten. „Der Kindergarten legt den Grundstein für die Zukunft unserer Kinder. Kleine Gruppen und ausreichend Personal sind entscheidend für gute Förderung.“
Nach der bereits beschlossenen Kürzung der Landesregierung bei der Förderung für die Betreuung von Dreijährigen in privaten Einrichtungen ist absehbar, dass mehr Kinder in die öffentlichen Kindergärten kommen werden. „Der Druck auf das System wird steigen. Gerade jetzt beim Personal zu kürzen, ist völlig verantwortungslos. Es braucht mehr Fachkräfte – nicht weniger“, so Hammerer.
Aktuelle Bildungsstudie: Vorarlbergs Kinder brauchen mehr Förderung, nicht weniger
Besonders unverständlich ist dieser Schritt vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnisse des bundesweiten Kompetenztests des Bildungsministeriums. Das schwache Abschneiden Vorarlbergs Volksschüler:innen – insbesondere im Fach Deutsch – zeigt klar, wie groß der Handlungsbedarf ist. „Die Studie zeigt: Kinder brauchen schon im Kindergarten mehr Unterstützung – mit gut ausgebildetem Personal, kleinen Gruppen und ausreichend Ressourcen. Stattdessen kürzt die schwarz-blaue Landesregierung genau hier und macht damit das glatte Gegenteil davon, was bildungspolitisch dringend nötig wäre“, betont Hammerer.
Kürzungen von oben herab – ohne Rücksicht auf Personal
„Die Landesregierung kürzt von oben herab, ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse in den Einrichtungen“, kritisiert Hammerer. Laut einer Umfrage der Arbeiterkammer im Vorjahr wünschen sich fast drei Viertel der Betreuungspersonen kleinere Gruppen, rund 70 Prozent fühlen sich regelmäßig belastet und erschöpft. „Vorarlberg ist weit davon entfernt, genug Personal zu haben. Die Pädagog:innen sagen seit langem klar, was es braucht: mehr Personal, bessere Rahmenbedingungen und Entlastung. Die Landesregierung ignoriert das und verschärft die Situation weiter.“
In den vergangenen Jahren wurde in Vorarlberg viel investiert, um den Nachholbedarf in der Elementarpädagogik aufzuholen und ausreichend Plätze zu schaffen. „Diese kurzsichtigen Kürzungen gefährden alles, wofür wir hart gearbeitet haben“, warnt Hammerer. „Die Landesregierung muss sofort aufhören, bei den Kindern und ihrer Zukunft zu sparen. Schluss mit den Kürzungen auf Kosten der Kinder!“, so Hammerer abschließend.