Schwarz-Blau stellt Transitverkehr über die Menschen
Die Grünen kritisieren den Vorstoß von ÖVP und FPÖ, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf der Rheintalautobahn in der Nacht von 60 auf 80 km/h anzuheben. Die geplante Maßnahme bedeutet mehr Lärm für die Bevölkerung und macht Vorarlberg gleichzeitig für den internationalen Transitverkehr attraktiver. „Schwarz-Blau priorisiert einmal mehr den Verkehr vor den Menschen. Statt die Belastung für die Bevölkerung zu verringern, wird der nächtliche Transitverkehr erleichtert“, kritisiert der Grüne Klubobmann Daniel Zadra.
Das Nachtfahrverbot für Lkw dient dem Schutz der Menschen vor Lärm und gesundheitlichen Belastungen. „Wer die Nachtruhe schützen will, darf den verbleibenden Lkw-Verkehr nicht auch noch beschleunigen. Höhere Geschwindigkeiten bedeuten mehr Lärm – und genau darunter leiden die Menschen entlang der Rheintalautobahn schon heute“, so Zadra.
Gleichzeitig sendet eine Tempoerhöhung das falsche Signal an den internationalen Güterverkehr. „Verkehrspolitik muss sich an der Lebensqualität der Menschen orientieren und nicht an den Interessen des internationalen Transitverkehrs“, betont Zadra abschließend.