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16.07.2026 Newsmeldung

Sonnenstrom statt Förderchaos: Schluss mit Ticket-Lotterie

Drei Handwerker bei einer Photovoltaikanlage auf einem Dach
Sonnenstrom statt Förderchaos: Grüne fordern Ende der Ticket-Lotterie

Zadra: Bewährungsprobe für Landesrat Klien – setzt er den erfolgreichen Schulterschluss bei der Energieautonomie fort?

„Wer sich mit sauberer und leistbarer Energie versorgen will, darf nicht von einer 35-Sekunden-Lotterie abhängig sein. Für tausende Menschen, die mit einer Photovoltaikanlage ihren eigenen Sonnenstrom erzeugen wollen, ist das neue Fördersystem eine einzige Enttäuschung“, kritisiert der Grüne Energiesprecher Daniel Zadra. „Neun von zehn Antragstellenden gehen leer aus – nicht weil ihr Projekt schlecht wäre, sondern weil sie nicht schnell genug geklickt haben. Das ist weder gerecht noch eine seriöse Energiepolitik.“

 

Die Grünen bringen deshalb einen Antrag ein, mit dem sie ein einfaches, planbares Fördersystem nach dem Vorbild der Mehrwertsteuerbefreiung fordern. Gleichzeitig soll ein Runder Tisch mit Vertreter:innen aller Landtagsfraktionen sowie den vkw illwerken und den fünf größten Vorarlberger Photovoltaikunternehmen den stockenden Photovoltaikausbau in Vorarlberg wieder auf Kurs bringen.

Bewährungsprobe für neuen Energielandesrat

Für Zadra ist dieser Runde Tisch auch die erste große Bewährungsprobe für den neuen FPÖ-Energielandesrat Markus Klien. „Jetzt wird sich zeigen, welchen Politikstil der neue Landesrat pflegt. Setzt er – wie sein Vorgänger Daniel Allgäuer – auf Zusammenarbeit und bindet alle Fraktionen ein? Oder schlägt er einen anderen Weg ein und regiert von oben herab? Gerade bei der Energieautonomie braucht es eine parteiübergreifende Zusammenarbeit statt Alleingänge“, so Zadra. Der Photovoltaikausbau sei zu wichtig, um ihn zum parteipolitischen Spielball zu machen.

Photovoltaik schützt vor der nächsten Energiekrise

„Leistbare Energie heißt leistbares Leben. Gerade die Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie abhängig wir von internationalen Energiemärkten sind – und wie schnell das für die Menschen teuer wird“, betont Zadra. Deshalb müsse die Landesregierung alles daransetzen, den Ausbau der Photovoltaik wieder deutlich zu beschleunigen. „Jede zusätzliche Photovoltaikanlage macht Vorarlberg unabhängiger von Energieimporten und schützt Haushalte und Betriebe vor dem nächsten Preisschock“, appelliert Zadra an die Landesregierung, keine Zeit mehr zu verlieren und gemeinsam eine Solaroffensive zu starten.