Sozialfonds: Grüne warnen vor planlosem Umbau
„Unsere bewährten Strukturen des sozialen Netzes in Vorarlberg dürfen nicht durch die Planlosigkeit der schwarz-blauen Landesregierung zerstört werden“, warnt die Grüne Sozialsprecherin Christine Bösch-Vetter. „Fast ein Jahr nach der Präsentation der neuen Sozialfondsstrategie von ÖVP und FPÖ steht immer noch nicht fest, welchen Nutzen diese für die Menschen bringt, mit wie viel Kosten sie verbunden ist und ob sie nicht zu mehr statt weniger Bürokratie führen wird“, begründet Bösch-Vetter ihre Befürchtung.
Mit einer parlamentarischen Anfrage will Bösch-Vetter daher mehr über die angekündigten, tiefgreifenden Veränderungen der sozialen Versorgungsstrukturen in Vorarlberg wissen. „Eine derart grundlegende Neuorganisation des sozialen Unterstützungsangebots wie von ÖVP und FPÖ geplant, darf nicht zum Selbstzweck werden. Sie muss für die betroffenen Menschen einen nachvollziehbaren Mehrwert bringen“, betont Bösch-Vetter. Keinesfalls dürfen diese zu einer Verschlechterung des Zugangs zu bestehenden Leistungen führen.
Insbesondere bezüglich der geplanten Einführung von Sozialraumbüros seien nach wie vor viele Fragen offen. „Es ist bis heute nicht klar, wie diese Büros personell und finanziell ausgestattet werden. Auch die künftige Aufgabenverteilung zwischen den Sozialraumbüros, dem Land, den Gemeinden und den bestehenden Trägerorganisationen ist noch offen“, so Bösch-Vetter. „Ein planloses Durchgreifen von oben herab hilft uns nicht weiter. Ich appelliere an die schwarz-blaue Landesregierung mit mehr Behutsamkeit vorzugehen“, schließt Bösch-Vetter.