Grüne fassungslos über Sparmaßnahmen beim Krankenhausessen
Hammerer/Bösch-Vetter: Schwarz-Blau kürzt erneut bei jenen, die ohnehin schon geschwächt sind
„Die Kürzungspolitik der schwarz-blauen Landesregierung nimmt immer absurdere Ausmaße an. Während Millionen an Euro in Straßen und Tunnel fließen, kürzt schwarz-blau nun beim Essen für Patientinnen und Patienten im Krankenhaus“, kritisiert die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Hammerer.
„Schwarz-blau kürzt erneut bei jenen, die ohnehin schon geschwächt sind. Ich frage mich außerdem, wie hoch das Einsparungspotential ist, wenn die Suppenration um ein Drittel gekürzt wird“, ergänzt die Grüne Sozialsprecherin Christine Bösch-Vetter. Mit einer Anfrage an Landesrätin Rüscher ersuchen die Grünen um Auskunft, wie viel Geld die Landesregierung mit dieser Maßnahme einsparen will und wie dies aus gesundheitspolitischer Sicht zu rechtfertigen ist.
„Gesunde Kost ist für den Genesungsprozess von kranken Menschen wesentlich. Hier zu sparen ist menschenunwürdig und kurzsichtig“, betont Hammerer. Gutes Essen könne den Genesungsprozess beschleunigen, wodurch auch Krankenhausaufenthalte verkürzt werden können. „Das bringt wahrscheinlich mehr Kosteneinsparungen als das Streichen eines Drittels einer Suppe“, so Hammerer.
Ländle-Milch aus dem Sortiment gestrichen
Bösch-Vetter kritisiert insbesondere auch die Streichung der Ländle-Milch aus dem Sortiment des Krankenhausessens. Stattdessen wird nun Industriesahne in Plastikverpackungen serviert. „Das ist weder kostengünstiger noch entspricht es dem Grundsatz von gesundem, regionalem Essen in Krankenhäusern. Ich glaube nicht, dass das eine gut überlegte Kürzungsmaßnahme ist, und fordere die Landesregierung auf, zur Vernunft zurückzukommen“, schließt Bösch-Vetter.