Uferschutz: Grüne kritisieren geplante Lockerungen
Als Reaktion auf den Bericht in den Vorarlberger Nachrichten, wonach ein Ländervergleich der schwarz-blauen Landesregierung Argumente für den Abbau des Uferschutzes liefere, betont der Grüne Klubobmann Daniel Zadra: „Unser Uferschutz darf nicht nach unten nivelliert werden. Wir wissen wie wichtig dieser gerade in Zeiten der steigenden Hochwassergefahr für unsere Sicherheit ist.“
Die Vorarlberger schwarz-blaue Landesregierung rechtfertige den Abbau des Uferschutzes damit, dass Vorarlberg derzeit die strengsten diesbezüglichen Regeln hat. „Diese verzweifelten Rechtfertigungsversuche für das schwarz-blaue Naturzerstörungsgesetz sind unerträglich. Vorarlberg soll selbstverständlich Vorreiter beim Naturschutz bleiben“, so Zadra.
Just in einer Zeit, in der die ganze Welt über mehr Natur- und Klimaschutz debattiert, um den Kollaps von Ökosystemen abzuwenden, will die schwarz-blaue Landesregierung genau das Gegenteil machen. „Das ist ein Treppenwitz der Geschichte“, ärgert sich Zadra.
Zadra verweist beispielsweise auf die derzeit stattfindende Weltbiodiversitätskonferenz in Eriwan, an der auch Österreich teilnimmt. Dort werden die Weichen für strengere Regelungen gestellt.
Intakte Ufer schützen nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern sind auch ein wichtiger natürlicher Schutz vor Hochwasser. Sie halten Wasser zurück, sichern Überschwemmungsflächen und können den Abfluss bremsen. „Wenn diese Schutzfunktionen wegfallen, besteht die Gefahr von Überschwemmungen und Hochwasser. Insbesondere bei Starkregen, der immer häufiger wird. Was die schwarz-blaue Landesregierung hier tut, ist daher fahrlässig“, schließt Zadra.