Skip to main content
08.07.2022 Newsmeldung

Vor­arl­berg Schluss­licht bei Equal Pen­si­on Day

Eine alte Frau fährt Fahrrad am See

Vorarlberger Equal Pension Day ist am 9. Juli, österreichweit ist er am 3. August

Frauen beziehen im Schnitt nur halb so viel Pension wie Männer. Fast ein Viertel der Frauen über 60 erhalten keine Pension. „Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass die Absicherung im Alter sehr oft erst viel zu spät Thema wird. Mir ist es wichtig ein breites Bewusstsein für die Thematik zu schaffen, damit zumindest kommende Generationen nicht mehr in diesem Pensionsloch landen“, erklärt die grüne Frauensprecherin Sandra Schoch.

Teilzeit und Care Arbeit

In der Pensionslücke kulminieren sämtliche Nachteile die Frauen am Arbeitsmarkt haben. Sie arbeiten viel öfter und in einem größeren Ausmaß in Teilzeit, übernehmen öfter Karenzzeiten oder die Pflege von Angehörigen, arbeiten in Branchen die schlechter bezahlt werden und haben geringere Aufstiegschancen. Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der Kinderbetreuung, Hausarbeit und Pflege. „Es gibt noch wenig Bewusstsein dafür, dass Frauen durch die ungleiche Verteilung der Care Arbeit doppelt benachteiligt werden. Zeitnah, durch die Nachteile die am Arbeitsmarkt daraus entstehen. Und viel später in der Pension, wenn Frauen entsprechend große Abschläge erhalten – das ist inakzeptabel“, ärgert sich Schoch.

Informationen über Stellschrauben

Klatschen reicht nicht. Frauen fordern faire Bezahlung und die Beteiligung der Männer an der unbezahlten Carearbeit ein. Außerdem wäre es gut, wenn Frauen in Zukunft schon früh die Frage stellen: Was kann ich für eine Existenz sichernde Alterspension tun? Wie funktioniert das Pensionssystem in Österreich? Das Land Vorarlberg hat deswegen einen Pensionsinformationsfolder erarbeitet, der mittels Beispielen deutlich macht welche Stellschrauben Frauen im Blick haben müssen.

Verantwortung der Politik

„Dass Frauen nur halb so viel Pension wie Männer kommen ist aber keine Holschuld der Frauen, sondern liegt in der Verantwortung der Politik“, stellt Schoch klar. Flächendeckende, leistbare und durchgängig geöffnete Kinderbetreuungseinrichtungen sei dafür unerlässlich. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich wäre ebenfalls eine Maßnahme, von der Frauen, aufgrund der hohen Teilzeitquote, besonders profitieren würden. „Mein Ziel ist ein geschlechtergerechtes Lohn- und Pensionssystem, damit Frauen sowohl im Erwerbsleben, als auch in der Pension fair entlohnt und abgesichert sind“, schließt Schoch.

Den Pensionsfolder des Landes finden Sie hier zum Download.

Sandra Schoch
Sandra Schoch

Landtagsvizepräsidentin | Landtagsabgeordnete | Vizebürgermeisterin in Bregenz | Mitglied Landesvorstand

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8