Zadra zu S18-Vorprojekt: Irrweg in Richtung Milliardengrab
Landesregierung kürzt bei Familien und Kindern und will 2,1 Milliarden Autobahn durchs Ried versenken
Die Genehmigung des Vorprojekts für die S18 durch Infrastrukturminister Peter Hanke und Landeshauptmann Markus Wallner ist für den Grünen Klubobmann und Verkehrssprecher Daniel Zadra ein Irrweg in Richtung Milliardengrab. „Schwarz-Blau fährt das Land in eine milliardenteure Sackgasse. Während die Landesregierung den Vorarlberger:innen erklärt, es sei kein Geld da, und bei Familien, Kindern und im Gesundheitsbereich kürzt, will sie 2,1 Milliarden Euro in Asphalt und Beton versenken“, kritisiert Zadra.
Landeshauptmann ignoriert den Willen der Bevölkerung
Für Zadra ist zudem unverständlich, dass die Landesregierung unbeirrt an der CP-Variante festhält, obwohl 77 Prozent der Lustenauer:innen diese Variante bei der Volksbefragung 2023 abgelehnt haben. „Die CP-Variante ist nicht nur die die teuerste Straße aller Zeiten, sondern auch die unbeliebteste. Trotzdem ignoriert die Landesregierung einmal mehr den klaren Willen der Bevölkerung“, so Zadra. Auch die Gemeinde Höchst habe wiederholt deutlich gemacht, dass sie eine Anschlussstelle in dieser Dimension auf ihrem Gemeindegebiet ablehne.
Anstatt Milliarden in eine überdimensionierte Transitautobahn durchs Ried zu stecken, brauche Vorarlberg wirksame Maßnahmen, die die Menschen rasch entlasten. „Lustenau braucht eine spürbare Verkehrsentlastung – aber nicht irgendwann in Jahrzehnten durch ein Milliardenprojekt“, fordert Zadra Sofortmaßnahmen und echte Alternativen.