Gemeinnütziger Wohnbau halbiert – Landesregierung schaut zu
Grüne fordern 800 neue gemeinnützige Wohnungen pro Jahr
Die aktuelle Anfragebeantwortung zeigt: Der gemeinnützige Wohnbau in Vorarlberg befindet sich seit 2020 im freien Fall. Wurden 2020 noch 524 gemeinnützige Wohnungen errichtet, waren es 2025 nur noch 322 und für 2026 voraussichtlich 278 Wohnungen – ein Rückgang um fast die Hälfte. Und weit unter dem tatsächlichen Bedarf. „Während die Mieten immer weiter steigen, fällt der gemeinnützige Wohnbau steil nach unten. Die Landesregierung schaut zu, statt gegenzusteuern. Das ist keine Wohnpolitik, das ist ein Offenbarungseid“, reagiert Bernie Weber, Grüner Wohnbausprecher, auf die Anfragebeantwortung von Landesrat Tittler.
Auch budgetär setzt die schwarz-blaue Landesregierung die falschen Signale: Die Mittel für den gemeinnützigen Wohnbau werden um 4,5 Prozent gekürzt. „Statt leistbaren Wohnraum abzusichern, spart die Landesregierung genau dort, wo Entlastung dringend notwendig wäre. Sie nimmt in Kauf, dass Familien, Alleinerziehende und junge Menschen immer größere Teile ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen“, so Weber.
Grüne fordern eine Offensive für leistbares Wohnen
Die angekündigten rund 400 neuen Wohnungen pro Jahr in den kommenden drei Jahren reichen bei Weitem nicht aus. „Mit 400 Wohnungen jährlich wird sich die Lage nicht entspannen. Wir brauchen zumindest 800 neue gemeinnützige Wohnungen pro Jahr, um den Bedarf zu decken und die Preisspirale zu bremsen“, fordert Weber eine klare Offensive für leistbares Wohnen.