Endometriose: Grüne fordern Anlaufstelle in Vorarlberg
Anlässlich des morgigen Tages der Endometriose fordern die Grünen die Landesregierung auf, eine niederschwellige Anlaufstelle für von Endometriose betroffene Frauen in Vorarlberg zu etablieren sowie eine Enttabuisierungskampagne zu lancieren. „Frauen durchleben einen Leidensweg von sieben bis neun Jahren bis Endometriose diagnostiziert wird. Das muss nicht so sein. Wenn wir dieses Thema enttabuisieren und niederschwellige Beratungsangebote schaffen, kann früher mit einer wirkungsvollen Behandlung begonnen werden“, betont die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Hammerer.
Hammerer bringt einen entsprechenden Antrag ein, in dem sie fordert, die femail-Fachstelle für Frauengesundheit zu einer endometriosespezifischen Anlaufstelle auszubauen, Aufklärung zu Endometriose als fixen Bestandteil der Gesundheitsbildung ab der Sekundarstufe zu etablieren, eine Fortbildungsoffensive für Allgemeinmediziner:innen zu lancieren und Endometriose als Thema der betrieblichen Gesundheitsförderung einzuführen.
„Vorarlberg ist derzeit österreichweites Schlusslicht bei niederschwelligen Angeboten zu Endometriose. Damit lässt das Land betroffene Frauen für Jahre hängen“, kritisiert Hammerer. Sie verweist darauf, dass in Wien, der Steiermark, Salzburg und Oberösterreich etablierte, öffentlich getragene Frauengesundheitszentren bestehen, in Vorarlberg aber nicht. „Das Zeitfenster ist jetzt. Der Bund erarbeitet bis Ende 2026 eine neue Frauengesundheitsstrategie mit Schwerpunkt Endometriose. Die Landesregierung soll sich daher jetzt für die Gesundheit der Frauen in Vorarlberg stark machen“, schließt Hammerer.