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04.11.2026 Newsmeldung

ÖVP und FPÖ lehnen Anträge zur Frauengesundheit ab

Geburtsversorgung, Endometriose und Verhütung: Die Grünen fordern bessere Gesundheitsangebote für Frauen.
"Die schwarz-blaue Betonpolitik drängt die Interessen von uns Frauen an den Rand."
Eva Hammerer

Die Grünen bedauern, dass die Regierungsfraktionen ÖVP und FPÖ im Sozialpolitischen Ausschuss drei Anträge der Grünen, die zum Ziel haben, die gesundheitliche Versorgung von Frauen in Vorarlberg auszubauen, abgelehnt haben. „Das zeigt erneut, dass die Interessen der Frauen von ÖVP und FPÖ an den Rand gedrängt werden. Eine Geburtenstation nach der anderen wird geschlossen, jeder Vorschlag im Interesse der Gesundheitsversorgung von uns Frauen, wird niedergeschmettert“, berichtet die Grüne Frauensprecherin Eva Hammerer.

 

Die Anträge der Grünen sahen vor, wohnortnahe Geburtsmöglichkeiten sicherzustellen, die Hebammenbetreuung auszubauen, ein besseres Informationsangebot für von Endometriose betroffene Frauen zu schaffen und leistbare Verhütungsmittel zu gewährleisten. „Endometriose betrifft jede zehnte Frau. Bis zur Diagnose durchleben Frauen einen Leidensweg von sieben bis neun Jahren. Das müsste nicht so sein, wenn es ein niederschwelliges Beratungsangebot gäbe. Schade, dass ÖVP und FPÖ nicht bereit sind, entsprechende Maßnahmen zu setzen“, so Hammerer.

 

Kein Verständnis zeigt Hammerer dafür, dass sich ÖVP und FPÖ weigern, ein kostenloses Angebot an Verhütungsmitteln zu gewährleisten. „Der österreichische Verhütungsbericht zeigt, dass sich viele Frauen nicht mehr die gewünschte und sichere Verhütungsmethode leisten können. Das ist inakzeptabel. Der Zugang zu modernen und sicheren Verhütungsmethoden darf keine Frage des Einkommens sein“, so Hammerer.

 

Bedauerlich sei auch, dass sich ÖVP und FPÖ nicht bereit erklären, sich für eine Weiterführung des erfolgreichen Projekts „INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg“ einzusetzen. Dieses hat 2024 der damalige Grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch ins Leben gerufen. „Rund 3.500 Frauen in Vorarlberg haben damit kostenlose Verhütungsberatung und Verhütungsmitte erhalten. Mit einer schwarz-blauen Landesregierung laufen für Frauen so wichtige und erfolgreiche Initiativen einfach aus“, so Hammerer.

 

Hammerer appelliert an ÖVP und FPÖ von ihrer Betonpolitik abzugehen und wieder die Gesundheit und Interessen der Frauen ins Zentrum der Politik zu stellen. „Vorarlberg lebt von seinen vielen engagierten und großartigen Frauen. Stellen wir sie in den Mittelpunkt, gerade auch was die Gesundheitsversorgung betrifft“, schließt Hammerer.

Eva Hammerer

Landessprecherin | stv. Klubobfrau | Landtagsabgeordnete I Mitglied Landesvorstand

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