"Marke Vorarlberg" - Transparenz gefordert
Mit einer Anfrage ersuchen die Grünen um vollständige Transparenz und Aufklärung rund um den Markenbildungsprozess „Marke Vorarlberg“. „Es ist nicht hinzunehmen, dass Millionen von öffentlichem Vermögen in die reine Markenpflege und Werbemaßnahmen fließen, anstatt in Projekte für Kinder und Familien“, betont der Grüne Wirtschaftssprecher Bernie Weber.
Weber weist darauf hin, dass es ausdrückliches Ziel der Markenbildung war, Vorarlberg als chancenreichsten Lebensraum der Kinder zu positionieren. Wie viel Geld aber tatsächlich bei den Kindern angekommen ist, sei unklar. „Allein 2025 flossen knapp 7,7 Millionen Euro in Schlüsselprojekte der Marke Vorarlberg. Dieses Vermögen sollte dann tatsächlich zugunsten von Kindern und Familien verwendet werden“, betont Weber.
Das Geld für den Markenprozess stammt aus den langfristigen Nutzungsgebühren der illwerke vkw, es handelt sich daher um öffentliches Vermögen, das aus dem Energiebesitz aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger stammt. Umso wichtiger ist es, dieses Vermögen dort einzusetzen, wo es hingehört, nämlich bei den Kindern.
Mit der im Mai präsentierten Neuausrichtung der „Marke Vorarlberg“ hin zu einer gemeinsamen Standortmarke, die Wirtschaft, Tourismus und Lebensraum verbindet, sei es zweifelhaft, dass Projekte für Kinder und Familien weiterhin eine Rolle spielen. In seiner Anfrage fragt Weber daher nach dem konkreten Nutzen für Kinder und Familien vom Markenprozess in den vergangenen Jahren und in der Zukunft und wie viel die Neuausrichtung der Marke gekostet hat.
Weber will außerdem wissen wie viel Geld insgesamt in das Marken-Projekt fließt und ob der Nutzen für Kinder evaluiert wurde. „Unter dem Deckmantel `Chancen für Kinder` Millionen an Vermögen für Agenturen, Berater:innen und Markenpflege auszugeben, ist nicht akzeptabel. Ich ersuche daher um vollständige Transparenz und Aufklärung rund um diesen Markenprozess“, schließt Weber.