Mobbing: Wirkungsvolle Maßnahmen statt Lippenbekenntnisse
Hammerer: Wir dürfen Kinder, Jugendliche und Eltern nicht alleine lassen
Nach dem heutigen Bildungsgpolitischen Ausschuss bekräftigen die Grünen ihre Forderung nach wirkungsvollen und konkreten Maßnahmen gegen Mobbing. „Wenn immer mehr Kinder und Jugendliche massiv unter Mobbing leiden, ist es die Verantwortung der Politik zu handeln. Es braucht ernsthaftes Engagement, um von Mobbing betroffene Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Lippenbekenntnisse reichen nicht aus“, betont die Grüne Jugendsprecherin Eva Hammerer.
So haben ÖVP und FPÖ den Antrag der Grünen, der einen Aktionsplan gegen Mobbing sowie eine Bewusstseinskampagne zur Social Media Problematik vorsieht, bedauerlicherweise abgelehnt. Auch die Neos haben dem Punkt zum Smart-Phone-Verbot an Schulen bis zur zehnten Schulstufe nicht unterstützt. „Damit zeigt schwarz-blau ihr mangelndes Engagement für von Mobbing betroffene Kinder und Jugendliche. Das erschüttert mich“, so Hammerer.
Die Grünen haben den von ÖVP, FPÖ und Neos vorgelegten Antrag zwar unterstützt, dieser reiche aber bei weitem nicht aus, um der Problematik von Mobbing zu begegnen. „Der Antrag ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, gerade einmal besser als gar nichts. Er bedeutet realistischerweise leider ein weiter wie bisher“, so Hammerer. So sehe der Antrag lediglich einen Mobbing-Bericht, die Bündelung der bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie eine weitere Evaluierung vor.
Hammerer untermauert ihre Forderung nach einem Runden Tisch zu Mobbing, bei dem gemeinsam mit Expert:innen, Betroffenen und den Landtagsfraktionen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Ein entsprechender Antrag sei in Vorbereitung. „Mobbing ist kein harmloser Kinderstreit, sondern hat oft massive Folgen für die psychische Gesundheit der Betroffenen. Wir dürfen Kinder, Eltern und Schulen damit nicht alleine lassen“, schließt Hammerer.