Opposition fordert Runden Tisch zum Thema Mobbing
Hammerer/Leiter/Lackner: Schwarz-Blaue Landesregierung muss beim Thema Mobbing ins TUN kommen
Nach der gestrigen ORF-Podiumsdiskussion zum Thema Mobbing spricht sich die Opposition für die Einrichtung eines Runden Tisches aus, um gemeinsam wirksame Maßnahmen gegen Mobbing zu erarbeiten. Ziel ist es, bestehende Initiativen zu bündeln und konkrete Schritte zur Unterstützung betroffener Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien zu setzen. „Die Tatenlosigkeit der schwarz-blauen Landesregierung bei diesem ernsten Thema ist unerträglich. Es braucht endlich ernsthaftes Engagement, um von Mobbing betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien zu unterstützen“, betont die Grüne Jugendsprecherin Eva Hammerer.
Die Oppositionsparteien weisen darauf hin, dass bei der gestrigen Diskussion keine Vertreter:innen der Landesregierung anwesend waren. „Das zeigt, wie wenig ernst die Landesregierung das Problem nimmt. Ich habe ihr Nichterscheinen gegenüber den Betroffenen als äußerst respektlos empfunden“, so Hammerer.
Für die NEOS unterstreicht Jugendsprecherin Fabienne Lackner den Handlungsbedarf: „Die Podiumsdiskussion hat den Druck im System deutlich aufgezeigt und den Handlungsbedarf im Sinne der Kinder und Jugendlichen unterstrichen. Insbesondere im Bereich der Mobbing-Intervention müssen die Ressourcen weiter ausgebaut werden. Es braucht funktionierende Interventionsteams vor Ort sowie eine gezielte fachliche Stärkung und Ausbildung der Lehrpersonen. Nun braucht es eine rasche Reaktion der zuständigen Landesrätin, in der sie darlegt, welche Schritte gesetzt werden und welche Impulse aus der Veranstaltung aufgenommen werden.“
„Mobbing verletzt. Hinschauen schützt. Bei der gestrigen Diskussion waren sich die Expert:innen einig, dass die vorhandenen Strukturen nicht ausreichen, um Kinder und Jugendliche vor Mobbing zu schützen. Vorarlberg braucht jetzt entschlossenes Handeln statt unverbindlicher Gespräche“, ergänzt SPÖ-Klubobmann Mario Leiter. Ein gut strukturierter, verbindlicher Runder Tisch mit Vertreter:innen aller Landtagsparteien sowie Fachexpert:innen und Jugendlichen soll der Startpunkt für eine umfassende Strategie auf Landesebene sein.
Neben hochqualitativen Interventionsstrukturen brauche es dringend Präventionsmaßnahmen, um wirksam gegen Mobbing vorzugehen. „Wenn ein Kind von anderen Kindern ausgeschlossen und gequält wird, ist das für das Kind und die betroffene Familie eine Katastrophe. Die Landesregierung darf hier nicht länger tatenlos zuschauen. Sie soll endlich Kinder in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen“, schließt Hammerer.