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13.04.2026 Newsmeldung

Volksbegehren: Nein zur Schließung der Geburtenstation Dbirn

Eva Hammerer und Juliane Alton präsentieren Unterstützungskampagne für das Volksbegehren zum Erhalt der Geburtenstation in Dornbirn vor dem Stadtspital.
Nein zur Schließung der Geburtenstation Dornbirn – Grüne starten Unterstützungskampagne

Hammerer/Alton: „Geburt braucht Nähe, Frauen brauchen Sicherheit“

Die Grünen unterstützen das Volksbegehren zum Erhalt der Abteilungen für Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde am Krankenhaus Dornbirn, das am 15. April startet. „Geburt braucht Nähe, Frauen brauchen Sicherheit. Wer die Geburtenstation Dornbirn schließen will, riskiert beides!“, betonen Eva Hammerer und Juliane Alton bei der Presseaktion beim Stadtspital Dornbirn zum Start ihrer Unterstützungskampagne. In den kommenden Wochen gehen die Grünen in Dornbirn, Lustenau, Hohenems, Egg, Bezau, Alberschwende und Bludenz auf die Straße, um für das Volksbegehren zu mobilisieren.

 

„Es spielt für unsere Gesellschaft und den Beginn eines glücklichen Lebens eine riesengroße Rolle, wo und wie Kinder zur Welt gebracht werden. Da geht es um Sicherheit und Gesundheit, um Geborgenheit und Beziehung, um einen guten Start ins Leben. Schwarz-Blau darf die gut funktionierende Versorgung in Vorarlberg nicht zusammenkürzen – Vorarlbergs Frauen und Familien haben Besseres verdient!”, betont Hammerer.

Schließung fachlich nicht nachvollziehbar und gegen den Willen der Bevölkerung

Die geplante Schließung trifft ausgerechnet jenen Standort, der in den vergangenen Jahren gezielt aufgebaut und gestärkt wurde. Über mehr als drei Jahre hinweg ist in Dornbirn ein medizinischer Schwerpunkt für Frauengesundheit entstanden – mit zertifizierten Zentren für Brustgesundheit, Beckenboden und gynäkologische Onkologie.

 

Mit rund 1.300 Geburten pro Jahr ist Dornbirn die größte Geburtenstation im Land. Erst 2022 wurde die Abteilung für rund 2 Mio. Euro modernisiert. Zusätzlich wurden spezialisierte Zentren für Brustgesundheit, Beckenboden und gynäkologische Onkologie aufgebaut. „All diese Investitionen und Bemühungen – personell wie finanziell – würden durch die Schließung zunichtegemacht. Das ist Sparpolitik auf Kosten der Gesundheit von Frauen und ein Affront gegenüber den Steuerzahler:innen“, zeigt Juliane Alton, Dornbirner Stadträtin und Fraktionsobfrau der Dornbirner Grünen, ihr Unverständnis.

 

Hinzu kommt, dass völlig unklar ist, wie die Leistungen aufgefangen werden sollen. Am vorgesehenen Standort fehlen sowohl die räumlichen als auch die personellen Ressourcen, um die zusätzlichen Geburten in dieser Größenordnung zu übernehmen. Statt einer Verbesserung droht eine Überlastung bestehender Strukturen.

 

Der Widerstand ist entsprechend groß. Neben kritischen Stimmen aus der Ärzteschaft haben mehr als 57.000 Menschen eine Petition für den Erhalt der Geburtenstation unterschrieben. Die geplante Schließung ist damit nicht nur gesundheitspolitisch fragwürdig, sondern auch demokratiepolitisch problematisch.

Grüne starten Unterstützungskampagne

In den kommenden Wochen sammeln die Grünen in Dornbirn, Lustenau, Hohenems, Egg, Bezau, Alberschwende und Bludenz Unterschriften und informieren über das Volksbegehren. Parallel dazu werden sie auch online für Unterstützung werben und auf Frauengesundheit und die Bedeutung von Nähe bei der Geburt aufmerksam machen.

 

Termine der Unterstützungskampagne für das Volksbegehren in den Gemeinden (immer am Wochenmarkt)

16.4.   Hohenems (8:00-10:00 Uhr)

22.4. Hard (8:00-10:00 Uhr)

25.4.   Dornbirn (09:00-11:00 Uhr)

30.4.   Egg (15:00-18:00 Uhr)

8.5.    Bezau (09:00-11:00 Uhr)

9.5.    Bludenz (09:00-11:00 Uhr)

16.5.   Lustenau (09:00-11:00 Uhr)

6.6.    Feldkirch (09:00-11:00 Uhr)

Grüne Forderungen

Vorarlberg muss es sich leisten können, dass jede Frau wohnortnah und ihren Bedürfnissen entsprechend ihr Kind zur Welt bringen kann. Dafür fordern wir:

 

  • Geburtenstation in jedem Bezirk
  • Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie im Krankenhaus Dornbirn
  • Erhalt des Brustkrebs- & Beckenbodenzentrums in Dornbirn

 

 

„Die Geburt unserer Kinder ist ein zentraler Moment im Leben von Familien und von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Wir Grüne sind überzeugt, dass es in einem erfolgreichen, wohlhabenden und fortschrittlichen Land wie Vorarlberg in jedem Bezirk möglich sein muss, ein Kind zur Welt zu bringen.“ Eva Hammerer

Infos zum Volksbegehren

Von 15. April 2026 bis 10. Juni 2026 kann man das Volksbegehren „Für den Erhalt der Abteilungen Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde im Krankenhaus Dornbirn“ unterstützen. Dafür muss man aber zum Gemeindeamt. Eine digitale Unterschrift ist nicht möglich. Das ausgefüllte Eintragungsformular muss beim Gemeindeamt der Hauptwohnsitzgemeinde abgegeben werden. Ausgefüllte und unterzeichnete Eintragungsformulare können auch durch eine dritte Person (einen Boten) beim Gemeindeamt abgegeben werden.

 

Wenn das Volksbegehren von wenigstens 5.000 stimmberechtigten Personen schriftlich gestellt wurde, muss die Landesregierung das Volksbegehren behandeln.

 

Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie hier: Aktuelle Volksbegehren

Das Eintragungsformular finden Sie hier: Unterstützungserklärung für die Vorarlberger Landtagswahl 2004

 

Eva Hammerer

Landessprecherin | stv. Klubobfrau | Landtagsabgeordnete I Mitglied Landesvorstand

[email protected]
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