Schwarz-Blaue Bildungspolitik bremst tausende Kinder aus
Hammerer: Kinder brauchen frühzeitige Deutschförderung statt Hürden im Schulsystem
„Dass fast jedes vierte Kind in Deutschförderklassen eine Schulstufe wiederholen muss, ist ein Alarmsignal für die Bildungspolitik. Wer erst in der Volksschule beginnt, Deutschförderung ernst zu nehmen, kommt zu spät“, sagt die Bildungssprecherin der Grünen, Eva Hammerer. „Gute Sprachkenntnisse entstehen in der Kleinkindbetreuung und im Kindergarten. Genau dort muss Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink endlich investieren.“
Positiv bewertet Hammerer, dass Kinder, die nur in Deutsch Aufholbedarf haben, nun doch in die nächste Schulstufe aufsteigen können. „Es ist inakzeptabel, dass durch die damalige schwarz-blau Bildungspolitik so viele Kinder ausgebremst werden. Anstatt Kinder an Hürden scheitern zu lassen, müssen wir dafür sorgen, dass sie von Anfang an die notwendige Unterstützung erhalten“, betont Hammerer.
Für die Grünen ist klar: Die Sprachförderung muss konsequent ausgebaut werden. Gerade jetzt, wo die Zahl der Kindergartenanmeldungen zurückgeht, sei es völlig falsch, Gruppen zu schließen und bei der Elementarpädagogik zu sparen, so Hammerer. „Schöbi-Fink muss die freiwerdenden Ressourcen gezielt in die Deutschförderung investieren: in kleinere Gruppen, mehr qualifiziertes Personal und ausreichend Zeit für jedes einzelne Kind. Wer gleiche Bildungschancen ernst meint, investiert in die frühe Bildung – nicht erst dann, wenn Kinder bereits den Anschluss verloren haben“, so Hammerer abschließend.