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25.09.2026 Newsmeldung

Weltverhütungstag: Grüne fordern kostenlose Verhütungsmittel

Eine Nahaufnahme eines tätowierten Paares in bunten Socken und Shorts, das im Bett liegt.
"In Zeiten der Teuerung ist jede Entlastungsmaßnahme eine enorme Erleichterung für die Menschen."
Eva Hammerer

Anlässlich des morgigen Weltverhütungstages fordern die Grünen ein niederschwelliges und kostenloses Angebot an Verhütungsmitteln und Verhütungsberatung für Frauen und Mädchen in Vorarlberg. „Der österreichische Verhütungsbericht zeigt, dass sich viele Frauen nicht mehr die gewünschte und sichere Verhütungsmethode leisten können. Das ist inakzeptabel. Der Zugang zu modernen und sicheren Verhütungsmethoden darf keine Frage des Einkommens sein“, begründet die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Hammerer ihren entsprechenden Antrag.

 

Die Kosten für Verhütung wird gemäß Verhütungsbericht meist von Frauen getragen. Sie liegen je nach Verhütungsmittel zwischen rund 30 und 230 Euro pro Jahr. „Die hohen Kosten sind für viele Frauen eine Hürde auf langfristige und sichere Verhütungsmethoden zurückzugreifen. Immerhin 37 Prozent der Frauen würden anders verhüten, wenn sie die Kosten nicht selbst tragen müssten“, bezieht sich Hammerer auf den Verhütungsbericht.

 

Im internationalen Vergleich liege Österreich zurück was den Zugang zu Verhütung, Beratung und Information betrifft. „Das liegt vor allem an der fehlenden Kostenübernahme für Verhütungsmittel und am erschwerten Zugang zur Verhütungsberatung“, führt Hammerer aus.

 

Der damalige Grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch hat aus diesem Grund mit 1. Oktober 2024 das Pilotprojekt „INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg“ gestartet. Damit erhalten rund 3.500 Frauen in Vorarlberg das Angebot einer Verhütungsberatung und kostenlose Verhütungsmittel. Das Projekt wird vom femail und der aks Gesundheit GmbH umgesetzt und von der Bevölkerung gut angenommen.

 

In ihrem Antrag fordert Hammerer daher die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass „INVVO“ über 2026 hinaus weitergeführt wird. Langfristig sollen in Zusammenarbeit mit femail Strukturen geschaffen werden, die ein niederschwelliges und kostenloses Angebot an Verhütungsmitteln und Verhütungsberatung für Frauen und Mädchen in Vorarlberg gewährleisten. „In Zeiten der Teuerung ist jede Entlastungsmaßnahme eine enorme Erleichterung für die Menschen“, schließt Hammerer.

Eva Hammerer

Landessprecherin | stv. Klubobfrau | Landtagsabgeordnete I Mitglied Landesvorstand

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