Frauen
Echte Gleichberechtigung - Schön wär´s oder?
Finanziell abgesichert im Alter? Immer optimal medizinisch versorgt? Kein Mental Load und im Job gleich bezahlt? Schön wär’s!
Anlässlich des Weltfrauentags starten die Grünen ihre Kampagne „Schön wär’s“. Sechs humorvolle Sujets zeigen mit Augenzwinkern, wo Frauen benachteiligt werden – und wie Gleichberechtigung wirklich aussehen könnte.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - schön wär´s
Die Realität sieht nach wie vor anders aus. Bis 14. März noch arbeiten Frauen in Vorarlberg gratis. Sie bekommen 20 Prozent weniger Gehalt als Männer. Damit ist Vorarlberg österreichweit Schlusslicht.
Bei einem Monatseinkommen von 3.000 Euro für den Mann sind das 600 Euro monatlich weniger für die Frau – das sind 6.000 Euro pro Jahr, 60.000 Euro in zehn Jahren.
Grüne Forderungen
- Lohntransparenz
- faire Löhne in Frauenberufen
- flächendeckende, kostenlose Kinderbetreuung
- FairPay-Zertifizierung als Voraussetzung für öffentliche Aufträge
Im Alter finanziell ausgesorgt haben - schön wär´s
In der Realität bekommen Frauen jeden Monat nur halb so viel Pension wie Männer. In keinem Bundesland klafft die Pensionsschere zwischen Männern und Frauen so weit auseinander wie in Vorarlberg mit 47 Prozent.
Die Ursachen sind strukturell: Sie arbeiten häufiger Teilzeit, unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit für Kinder oder übernehmen die Pflege von Angehörigen – und tragen den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit. Während sie im Erwerbsleben Familie und Gesellschaft den Rücken freihalten, rutschen viele von ihnen im Alter in finanzielle Unsicherheit und Altersarmut.
Grüne Forderungen
- faire Verteilung unbezahlter Sorgearbeit
- Schluss mit Steuerzuckerl für Überstunden, die genau das – nämlich 50/50 bei Care-Arbeit – verhindern
- verpflichtendes Pensionssplitting
Nicht immer an alles denken müssen - schön wär´s
Frauen schultern oft Beruf, Haushalt und Familie gleichzeitig – und dazu die unsichtbare Last im Kopf. Die sogenannte Mental Load umfasst all die täglichen To-dos, die den Familienalltag zusammenhalten: Arzttermine koordinieren, Schulaufgaben kontrollieren, Geburtstagsfeiern planen. In Österreich leisten Frauen durchschnittlich 4 Stunden und 15 Minuten unbezahlte Sorgearbeit pro Tag – fast doppelt so viel wie Männer. Der Gender-Care-Gap liegt bei 43 Prozent.
Diese unsichtbare Arbeit kostet Kraft und Energie – und blockiert echte Gleichberechtigung.
Grüne Forderungen
- faire Bezahlung, die Care-Arbeit unabhängiger vom Einkommen macht
- Männerkarenz stärken
- familienfreundliche Arbeits- und Sozialpolitik: Flexible Arbeitsmodelle, bezahlter Elternurlaub, Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen
- Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung: Traditionelle Rollen aufbrechen und Gleichberechtigung in Familien und Gesellschaft verankern
Medizinisch bestens versorgt sein - schön wär´s
Frauen in Vorarlberg verdienen die beste medizinische Versorgung, egal ob bei der Geburt oder bei chronischen oder frauenspezifischen Erkrankungen. Dazu gehört, dass sie ihr Kind wohnortnah zur Welt bringen können – nicht im Extremfall im Auto – und Zugang zu zertifizierten Spezialzentren für Brustgesundheit, Beckenboden und gynäkologische Onkologie haben.
Grüne Forderungen
- Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie im Krankenhaus Dornbirn
- Erhalt des Brustkrebs- und Beckenbodenzentrums in Dornbirn
- Spezialisierte Anlaufstellen ausbauen und eine flächendeckende, professionelle Betreuung bei frauenspezifischen Erkrankungen wie Endometriose, PMS, Brustkrebs oder Herzkrankheiten sicherstellen – von der Früherkennung über die Behandlung bis zur Nachsorge
- Kostenlose Verhütungsmittel
- Schluss mit dem Tabu Wechseljahre: Frauen umfassend informieren und professionell betreuuen
Eva Hammerer
Landessprecherin | stv. Klubobfrau | Landtagsabgeordnete I Mitglied Landesvorstand
[email protected]Natascha Soursos
Frauensprecherin | Mitglied im Landesvorstand | Stadträtin für Integration & Kultur | Klubobfrau
[email protected]Weitere Informationen
Mehr dazu auf der Website der österreichischen Grünen: